KBV-Wahl

Verbände fordern Schulterschluss

Nach der Wahl: Ärzteverbände und Länder-KVen wollen Einfluss auf die Politik der KBV.

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BERLIN. In der Folge der Wahlen bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) haben Fach-und Hausärzte eine engere Zusammenarbeit der KBV mit den ärztlichen Verbänden angemahnt.

"Die KBV kann ihre Ziele nur erreichen, wenn sie wieder enger mit den Verbänden zusammenarbeitet", sagte Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandschef von MEDI GENO, eines bundesweiten Ärzteverbunds.

Zu den in der politischen Vertretung der Vertragsärzte immer noch aktuellen Baustellen zählt Baumgärtner einen nach wie vor schwelenden Hausarzt-Facharzt-Konflikt, die Konkurrenz zwischen Kollektiv- und Selektivverträgen, den selbstständigen und den angestellten Ärzten und den hauptamtlich und ehrenamtlich tätigen KBV-Vertretern.

Gelinge es nicht, diese Gräben zuzuschütten, sinke die Akzeptanz und die Politikfähigkeit der KBV weiter. Es gelte aber, politisch und öffentlich Konzepte gegen Budgetierung, Regelleistungsvolumina und Regresse zu entwickeln, die eigentlichen Gründe für den Nachwuchsmangel in den Haus- und Facharztpraxen.

In die gleiche Kerbe schlägt auch der Hausärzteverband. "Nur in enger Abstimmung zwischen der KBV und dem Deutschen Hausärzteverband werden wir die enormen Herausforderungen, vor denen die hausärztliche Versorgung steht, bewältigen können", meldete sich Hausärzteverbands-Chef Ulrich Weigeldt zu Wort.

Die Freie Allianz der Länder-KVen (FALK) bewertete das Wahlergebnis als wichtigen Schritt zu einer geeinten Interessenvertretung von niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten. Dies zeigten die klaren Ergebnisse von rund 80 Prozent und mehr, mit denen Dr. Andreas Gassen, Dr. Stephan Hofmeister und Dr. Thomas Kriedel gewählt worden seien.

Die Allianz betont eine starke Rolle der Regionen. "Gemeinsam mit allen Länder-KVen wird es uns auch gelingen, verlorenes Vertrauen in der Politik zurückzugewinnen", heißt es in einer Stellungnahme.

Der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) hat den neuen KBV-Vorstand aufgefordert, keiner EBM-Reform zum Nulltarif zuzustimmen. Ohne zusätzliches Geld sei eine Reform des EBM überflüssig. (af)

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