Arzneimittelkosten

Versicherer sparen rund 2,2 Milliarden

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BERLIN. Die Krankenkassen haben von Januar bis einschließlich Juni 18,3 Milliarden Euro für Arzneimittel ausgegeben. Das sind 700 Millionen Euro (4,1 Prozent) mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Diese Zahlen hat IMS Health am Dienstag veröffentlicht.

Kostentreiber waren demnach überwiegend die medikamentöse Prophylaxe von Thrombosen und Embolien, was 18 Prozent des Wachstumsbeitrags ausmache, die Steigerungen bei der Krebstherapien mit Proteinkinasehemmern und monoklonalen Antikörpern (15 Prozent) und TNF-Blocker zur Behandlung von entzündlichen Krankheiten wie Morbus Crohn, Psoriasis oder Rheumatoider Arthritis (13 Prozent), meldet IMS.

Die gesetzlich vorgegebenen Abschläge bei den Arzneimittelkosten zu Gunsten der Krankenkassen und privaten Krankenversicherer sind ebenfalls gestiegen. Sie beliefen sich im ersten Halbjahr auf rund 2,2 Milliarden Euro.

Die gesetzlichen Krankenkassen sparten laut der IMS Rechnung rund zwei Milliarden Euro aufgrund von Abschlägen, Rabatten bei den Erstattungsbeträgen und des Preismoratoriums. Die private Assekuranz verbuchte demnach ein Rabattvolumen von 213 Millionen Euro.

Die Pharmaunternehmen leisteten aufgrund der gesetzlichen Vorgaben einen Verzicht von 1,4 Milliarden Euro, 19 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum. Grund sei die steigende Anzahl von Wirkstoffen, die die frühe Nutzenbewertung durchlaufen habe, so IMS. (af)

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