Direkt zum Inhaltsbereich

Chronische Erkrankungen

Vertrauen als Fundament für Therapieerfolg

Aktuelle Umfrage zeigt: Arzt-Patienten-Verhältnis hat große Bedeutung für erfolgreiche Behandlung.

Veröffentlicht:

KÖLN. Bei der Behandlung von Menschen mit chronischen Erkrankungen spielt das gute Arzt-Patienten-Verhältnis sowohl aus Sicht der Patienten als auch der Ärzte eine zentrale Rolle für den Therapieerfolg. Die positive Einstellung des Patienten und die hohe fachliche Kompetenz des behandelnden Arztes sehen beide Seiten als weitere wichtige Faktoren. Das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Pharmaunternehmens Janssen Deutschland.

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte in diesem Sommer 1001 volljährige Patienten mit einer chronischen oder lebensbedrohlichen Erkrankung befragt sowie 351 Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen, darunter 100 Allgemeinmediziner, Internisten und praktische Ärzte.

Danach halten 97 Prozent der Ärzte ein gutes menschliches Verhältnis zum Patienten für sehr wichtig oder wichtig für eine erfolgreiche Therapie. Bei den Patienten sind es 94 Prozent. Für 99 Prozent der Ärzte und 98 Prozent der chronisch Kranken ist die positive Einstellung der Patienten ein entscheidender Faktor.

Nach der Befragung bewerten 94 Prozent der Patienten das Verhältnis zum Arzt als sehr gut oder eher gut. 75 Prozent der Ärzte geben an, dass sie einen engeren und vertrauteren Umgang mit chronisch Kranken haben als mit anderen Patienten. Der überwiegende Anteil der Patienten (87 Prozent) ist zufrieden mit der Zeit, die sich der Arzt für sie nimmt. 86 Prozent der Ärzte gehen davon aus, dass sie für die Behandlung dieser Gruppe genügend Zeit haben.

Die Mediziner haben aber eine Reihe von Änderungsvorschlägen für die Behandlung von chronisch Kranken. Dabei dominieren zwei Dinge: 73 Prozent plädieren für eine gesonderte Vergütung für Beratungsgespräche, 69 Prozent wollen mehr Zeit für den Austausch mit den Patienten. Mehr hilfreiche Informationsmaterialien wünschen sich 39 Prozent der Ärzte, einen stärkeren Austausch mit Fachkollegen 34 Prozent. (iss)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Potenzielle Über- und Untertherapie

Medikation des Typ-2-Diabetes wird im Alter zu selten angepasst

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Porträts: Marc Stefan | Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve

© Porträts: Marc Stefan | Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Arztsuche: Was steckt hinter Empfehlungslisten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BurdaVerlag Data Publishing GmbH

Übersicht

Eine Agenda für Seltene Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Shared Decision Making ist gerade bei der Diagnostik und Therapie seltener Erkrankungen ein wichtiges Versorgungsprinzip. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© Pixel-Shot / stock.adobe.com

Seltene Erkrankungen

Was auch Patienten tun können

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Early-onset-Diabetes

Jeder zweite junge Erwachsene erreicht Diabetesremission

Lesetipps
Hände hallten Tablette in linker Hand und Glas Wasser in rechter Hand

© IQ-Photography / Generated with AI / Stock.adobe.com

Medikamentöse Adipositastherapie

Faktenckeck orales Semaglutid: Was es kann und wo der Haken ist