Offenbar erhöhte Risiken

WHO startet Anti-Nikotin-Kampagne gegen COVID-19

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Genf. Mit Blick auf die laut WHO erhöhte Gefahr einer ernsten Erkrankung mit COVID-19 für Raucher hat die Weltgesundheitsorganisation eine Kampagne gegen die Nikotinsucht gestartet. Wer das Rauchen aufgeben wolle, finde in der Pandemie mit dem Coronavirus den perfekten Anreiz zum Aufhören, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf.

Mit der Kampagne wolle die WHO möglichst vielen unter den weltweit etwa 1,3 Milliarden Rauchern Zugang zu Therapien und durch eine digitale Ansprechpartnerin namens Florence Rat und Hilfe geben. 60 Prozent der Betroffenen seien interessiert, ihre Sucht aufzugeben, hieß es.

Die Initiative werde in Jordanien gestartet und in den nächsten Monaten weltweit ausgerollt. Jordanien gehöre zu den Ländern mit besonders vielen Rauchern gerade unter Jugendlichen, sagte Prinzessin Dina Mired von Jordanien, Präsidentin der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC).

Bei aller Dramatik der Corona-Pandemie habe sie zugleich wichtige Lehren für andere medizinische Herausforderungen gebracht, sagte Tedros. Dies gelte vor allem für die globale Solidarität, die auch bei der Forschung an neuen Antibiotika hilfreich wäre.

Die wachsende Resistenz der Keime gegen aktuell verfügbare Antibiotika sei ein „Tsunami in Zeitlupe“, so der WHO-Chef. „Wenn wir nicht schnell und nachhaltig handeln, riskieren wir ein Endzeit-Szenario, in dem gewöhnliche Verletzungen und Krankheiten wieder große Killer werden.“ (dpa)

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