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Empfehlung

WHO will weniger Zucker

Nur noch sechs statt zwölf Teelöffel: Die WHO will ihre Richtwerte für den Zuckerkonsum deutlich senken.

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GENF. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich für deutlich geringere Richtwerte zum täglichen Zuckerkonsum ausgesprochen. In einem Entwurf, den die UN-Organisation am Mittwoch in Genf vorgelegt hat, will sie den bislang gültigen Richtwert halbieren - auf künftig unter fünf Prozent der täglichen Energierzufuhr.

Derzeit beträgt die Richtgrenze "unter zehn Prozent". Das macht bei einem normalgewichtigen Erwachsenen mit durchschnittlichem Energieverbrauch rund 50 Gramm Zucker am Tag aus, rund zwölf Teelöffel. Nach dem neuen Vorschlag soll der Richtwert auf dann 25 Gramm oder rund sechs Teelöffel sinken.

Die WHO will damit dem weltweit wachsenden Problem von Volkskrankheiten wie Adipositas und Diabetes begegnen, aber auch die Prävention von Zahnkaries verstärken. Gerade Schwellenländer verzeichnen durch ihr Wohlstandswachstum steigende Prävalenzen von Adipositas und Diabetes. Letzterer wird etwa im Nahen Osten nach Expertenmeinung zu einer Epidemie.

Die geplanten neuen WHO-Empfehlungen beziehen sich auf sämtliche Mono- und Disaccharide, wie sie natürlich in Lebensmitteln vorkommen, "pur" verwendet oder Lebensmitteln zugesetzt werden. Letztlich zählen dazu auch Honig oder Fruchtsaftkonzentrate.

Noch bis Ende März können interessierte Fachkreise die neuen Empfehlungen kommentieren. Parallel dazu läuft nach WHO-Angaben ein Peer-Review-Prozess. Die Ergebnisse aus beiden Verfahren sollen in die künftige Richtlinie einfließen. (nös)

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