Kammer Berlin

Wahl verändert Mehrheiten nur graduell

Marburger Bund bleibt stärkste Fraktion in der Kammer. Die Allianz Berliner Ärzte – Medi Berlin verbucht Verluste.

Veröffentlicht:

BERLIN. Die Ärzte in Berlin haben ihre neue Kammerversammlung gewählt. In der Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin wird es nur geringe Sitzverschiebungen geben. Die Wahlfrist war am 30. November geendet. Rund 32.400 Ärzte sind zur Wahl aufgerufen gewesen.

Der Marburger Bund mit Kammerpräsident Dr. Günther Jonitz an der Spitze ist erneut als stärkste Fraktion aus der Wahl hervorgegangen. Er schnitt 0,2 Prozentpunkte besser ab als bei der letzten Wahl und gewann mit 31,3 Prozent der Stimmen einen Sitz hinzu. Damit stellt der MB künftig 15 der 45 Delegierten im Berliner Ärzteparlament.

Jonitz vereinte erstmals die meisten persönlichen Stimmen auf sich. Mit 696 persönlichen Stimmen hat er den ehemaligen Kammervize Dr. Elmar Wille (502 Stimmen), der in vielen vergangenen Wahlen das beste persönliche Ergebnis erzielt hatte, deutlich überrundet.

Die Liste Allianz Berliner Ärzte – Medi Berlin, für die Wille hinter der amtierenden Vizepräsidentin Dr. Regine Held kandidierte, bleibt trotz Verlusten (-2,9 Prozent) die zweitstärkste Liste. Sie erreichte einen Stimmenanteil von 26,1 Prozent und zwölf Sitze.

Drittstärkste Liste ist wie bisher die Fraktion Gesundheit mit einem Stimmengewinn von 1,2 Prozent und gleichbleibenden elf Sitzen. Die Liste der Hausärzte wuchs um 0,4 Prozentpunkte auf neun Prozent und stellt weiterhin vier Delegierte. Der Hartmannbund verlor 1,8 Prozentpunkte und büßt damit einen seiner drei Sitze ein. Der erstmals angetretene NAV-Virchow-Bund errang mit vier Prozent Stimmenanteil einen Sitz.

Die Wahlbeteiligung ist erneut leicht gesunken. Sie ging von 38,5 auf 37,6 Prozent zurück, wobei die Zahl der Wahlberechtigten (32.426) und die der Wähler (12.178) stieg. Den neuen Kammervorstand wählt die konstituierende Delegiertenversammlung planmäßig am 23. Januar 2019. (ami)

Mehr zum Thema
Update

Berufsrecht beim DÄT

Ärztetag hebt Verbot der Suizidbeihilfe auf

124. Deutscher Ärztetag

Forderung: Notfallreform nicht als Stückwerk einführen

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nachmittags: das schnelle Telegramm. Am Morgen: Ihr individuell zusammengestellter Themenmix.

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Das Bundesverfassungsgericht hat das Recht auf selbstbestimmtes Sterben in jeder Lebensphase, auch ohne Krankheit, betont. Ärzte wollen nun ein starkes Signal senden, dass der ärztlich assistierte Suizid keine ärztliche Aufgabe ist.
Update

Berufsrecht beim DÄT

Ärztetag hebt Verbot der Suizidbeihilfe auf

Die COVID-Impfung bei Schwangeren könnte sich lohnen: Allein das Frühgeburtsrisiko liegt bei SARS-CoV-2 positiv getesteten Frauen bis zu 80 Prozent höher als bei gesunden.

Elf Fachverbände einig

Frauenärzte empfehlen COVID-19-Impfung für Schwangere

Apathie, Gleichgültigkeit - kommt es plötzlich zu ungewohntem Verhalten, kann dies vielleicht auch der Beginn einer Demenz sein.

Tagung der amerikanischen Psychiatervereinigung APA

Hohes Demenzrisiko bei Patienten mit Verhaltensänderungen