Krankenkassen

Wartezeiten sind in Arztpraxen in Bayern am kürzesten

MÜNCHEN (sto). In Bayern bekommen Patienten im Durchschnitt innerhalb von 13 Tagen einen Termin beim Haus-, Fach- oder Zahnarzt. In der Praxis selbst beträgt die durchschnittliche Wartezeit 22 Minuten. Das hat der BKK Landesverband Bayern mitgeteilt. Damit seien die Wartezeiten in Bayern im Vergleich zum übrigen Bundesgebiet am kürzesten.

Veröffentlicht: 07.06.2011, 17:52 Uhr

Vier von fünf Bayern waren den Angaben zufolge innerhalb der vergangenen zwölf Monate bei einem oder mehreren niedergelassenen Haus- und Fachärzten. 71 Prozent der Patienten mit Arztkontakt in Bayern vereinbarten vorab mit der Praxis einen Termin, 2008 waren es nur 64 Prozent.

Für knapp die Hälfte der Patienten lag die Wartezeit in der Praxis dann unter 15 Minuten, sieben Prozent wurden sofort aufgerufen.

Hausärzte wurden im vergangenen Jahr weniger besucht: 2011 konsultierten 86 Prozent der Befragten mit Arztbesuch einen Hausarzt, 2008 waren es noch 92 Prozent.

Weitere Spitzenreiter bei den Arztbesuchen waren Zahnärzte (82 Prozent), Frauenärzte (37 Prozent) und Augenärzte (36 Prozent).

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Thomas Georg Schätzler

Wer hat den Längste und wer den Kürzesten ...... in der Warteschlange?

Ist bei den BKK'' s noch Alles o.k.?
Da wirft der BKK-Bundesverband mit einer unsinnigen Ex-post-Analyse bei 6.000 Versicherten deren GKV-Beiträge zum Fenster hinaus, um möglichst lange Wartezeiten und damit schlechtere Versorgungsqualität bei den Ärzten zu suggerieren:
http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/praxisfuehrung/article/657760/pkv-patienten-muessen-laenger-termin-warten.html?sh=25&h=164467855

Und der BKK Landesverband Bayern versucht das zu unterbieten, mit dort signifikant kürzeren Wartezeiten?

Die Lösung ist schlicht und ergreifend, dass in Bayern die Hausarztdichte die Höchste im ganzen Bundesgebiet ist. Im Freistaat betreut ein Hausarzt im Durchschnitt 1.419 Einwohner, in Westfalen-Lippe 1.721. Dies verbessert die Statistik, weil mehr Primärzte in der Fläche für Ad-hoc-Termine zur Verfügung stehen. Und a l l e Hausärzte/-innen geben ihren echten Akutpatienten fast immer taggleich Termine. Im Gegensatz zu den Fachärzten. So einfach ist das!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund


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