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Offener Brief an die Bundesregierung

Weibliche Genitalverstümmlung: 30 Organisationen fordern Berlin zum Intervenieren in Gambia auf

In Gambia droht laut Terre des Femmes die Rückkehr zu der seit 2015 verbotenen, weiblichen Genitalverstümmlung. Berlin solle hier seine „feministische Außenpolitik“ verfolgen, fordern 30 Partner.

Veröffentlicht:

Berlin/Banjul. Die Organisation Terre des Femmes (TDF) fordert gemeinsam mit 30 weiteren Partner, darunter UN Women Deutschland, German Doctors und PLAN International, in einem Offenen Brief die Bundesregierung auf, auf diplomatischem Wege gegen die drohende weibliche Genitalverstümmlung in Gambia tätig zu werden tätig zu werden.

In dem gemeinsamen Brief, so teilt TDF mit, werde darauf hingewiesen, dass weibliche Genitalverstümmelung seit 2015 in Gambia verboten sei. Dies könnte sich jedoch bald wieder ändern. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag zur Legalisierung weiblicher Genitalverstümmelung sei im März von einer Mehrheit der Abgeordneten befürwortet worden. In der gambischen Nationalversammlung seien aktuell 58 Abgeordnete, nur fünf von ihnen sseien Frauen. Eine Gesetzesänderung würde einen massiven Rückschritt für die Rechte von Mädchen und Frauen in dem westafrikanischen Land bedeuten, heißt es.

In den Leitlinien des Auswärtigen Amtes für „feministische Außenpolitik“ werde weibliche Genitalverstümmelung explizit genannt: „Einem antifeministischen Push-back stellen wir uns entgegen. Gerade bei sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten, sexueller Selbstbestimmung und der U¨berwindung weiblicher Genitalverstu¨mmelung gibt es Rechtslu¨cken, daher hat dies fu¨r uns Priorita¨t.“

Es sei nun, so TDF, notwendig und an der Zeit, diesen Leitlinien zu folgen und sich stark zu machen für die Beibehaltung dieses Gesetzes in Gambia. (eb)

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