Berufspolitik

"Weisse Liste" schließt in zweiter Version Lücken

GÜTERSLOH/BERLIN (HL). Ärzte und Patienten, die Qualitätsdaten über Krankenhäuser benötigen, können nun mit dem Internetportal "Weisse Liste" auf eine umfassende bundesweite Kliniksuche gehen.

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Mit der jüngsten Version der "Weissen Liste" werden Schwächen beseitigt, auf die beispielsweise die Berliner Ärztekammer noch vor einigen Wochen hingewiesen hatte. Die erste Version der "Weissen Liste", die Anfang Juni gestartet war, basierte lediglich auf den damals öffentlich zugänglichen PDF-Versionen der Qualitätsberichte von Krankenhäusern. Diese waren, wie auch die Bertelsmann-Stiftung als Entwickler der Weissen Liste zugestand, gerade für Berliner Krankenhäuser lückenhaft.

Jetzt basieren die im Portal angezeigten Qualitätsdaten auf XML-Versionen der Krankenhaus-Qualitätsberichte, die kürzlich durch den gemeinsamen Bundesausschuss freigegeben worden sind. Diese maschinenlesbaren Versionen enthalten für die einzelnen Fachabteilungen und Organisationseinheiten der Kliniken Daten zu mindestens 80 Prozent aller Hauptdiagnosen nach der ICD und Prozeduren (OPS). Sie sind also deutlich umfangreicher als die bislang zugänglichen PDF-Versionen der Qualitätsberichte.

Uwe Schwenk, bei der Bertelsmann-Stiftung Programmleiter für die "Weise Liste", wertet die Integration der XML-Daten als "wichtigen Schritt für die suchenden Patienten, Patientenberater und Ärzte". Außerdem seien bestimmte Formfehler nicht mehr möglich, die das PDF-Format noch toleriert habe.

Krankenhäuser sind seit 2003 verpflichtet, alle zwei Jahre strukturierte Qualitätsberichte zu erstellen und zu veröffentlichen. Ab Herbst dieses Jahres sollen auch Daten aus Patientenbefragungen in die "Weisse Liste" integriert werden. Mitgetragen wird das Projekt von Selbsthilfe-Dachorganisationen, Sozialverbänden, Verbraucherschutzorganisationen und der Patientenbeauftragten.

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