Zehntklässler in Brandenburg

Weniger Hasch, mehr Stimmungsaufheller

Schülerbefragung in Brandenburg zeigt Verschiebungen beim Missbrauch von Alkohol, Tabak und Co.

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POTSDAM. Brandenburgs Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) fordert, dass die Suchtprävention in einem Bundespräventionsgesetz verankert wird. "Handlungsweisen der Suchtprävention müssen langfristig, kontinuierlich und nachhaltig aufgebaut sein", so Tack Mitte Oktober.

Sie präsentierte die Ergebnisse einer aktuellen Schülerbefragung. Demnach sind regelmäßiger Alkohol-, Tabak- und Haschischkonsum bei Brandenburgs Zehntklässlern in den vergangenen acht Jahren seltener geworden, jedoch steigt der Missbrauch stimmungsaufhellender Medikamente.

Bei der ersten Befragung im Schuljahr 2004/2005 räumten 0,9 Prozent der Mädchen und 1,0 Prozent der Jungen einen solchen Missbrauch ein.

In der aktuellen Umfrage waren es 1,7 Prozent der Mädchen und 1,3 Prozent der Jungen. Die Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen will das Thema zu einem Schwerpunkt machen. Tack sieht auch die Ärzte in der Pflicht: "Wir brauchen eine Sensibilisierung von Apothekern und Ärzten und eine bessere Vernetzung", sagte sie.

Die erfreulichen Ergebnisse: Der Anteil von Zehntklässlern mit täglichem Tabakkonsum hat sich etwa halbiert. Von 31 Prozent der Jungen und 34 Prozent der Mädchen vor acht Jahren sank er auf 16 Prozent.

Auch der Alkoholkonsum ist zurückgegangen. Riskanten Alkoholkonsum gaben vor acht Jahren 17,1 Prozent der Jungen und 7,3 Prozent der Mädchen zu. 2012/2013 waren es 8,1 Prozent der Jungen und 4,7 Prozent der Mädchen.

Ebenfalls halbiert hat sich der Anteil der Schüler, die täglich Haschisch konsumieren. Er sank von 1,7 Prozent bei Jungen und 0,6 Prozent bei Mädchen (2004/2005) auf 0,9 bei Jungen und 0,4 Prozent bei Mädchen. Die aktuelle Befragung hat laut Ministerium etwa die Hälfte der Zehntklässler erreicht - insgesamt knapp 10.000 Schüler. (ami)

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