Kommentar

Wie man sich arm rechnet

Helmut LaschetVon Helmut Laschet Veröffentlicht:

Wie kommt es eigentlich, dass Ärzte mit einem Quartalsumsatz von rund 50 000 Euro nahezu vor dem Ruin stehen? Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" rechnet dies am Beispiel des Ulmer Augenarztes Dr. Robert Guggenmoos konkret vor.

In Baden-Württemberg sind Vertragsärzte in besonderer Weise von der Honorarreform betroffen, ihr Kassenumsatz ist im Vergleich zu 2008 rückläufig. Im konkreten Fall des Augenarztes liegen die Einnahmen aus den Regelleistungsvolumen um fast 10 000 Euro niedriger als die budgetierten Einnahmen im Vorjahresquartal. Das mindert den Gesamtumsatz um 16, den Quartalsüberschuss sogar um 35 Prozent.

Mal abgesehen davon, dass Honorarminderungen eines solchen Ausmaßes nicht beabsichtigt waren und deshalb korrekturbedürftig sind, ist die Frage zu stellen, ob drei Wochen vor Quartalsende wirklich schon zuverlässig alle realisierbaren Umsätze erfasst werden können. Zweifel sind erlaubt. Vollends unglaubwürdig wird die Rechnung aber dann, wenn ein Arzt, der 6200 Euro brutto im Monat verdient, verheiratet ist und zwei studierende Kinder hat, von sich behauptet, den Spitzensteuersatz zu bezahlen. Denn nur so kann man sich auf ein kärgliches Netto von 1500 Euro arm rechnen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Ministerin plant Entlastungsprogramm

Warkens Reformfahrplan: Apotheker werden „Hausärzte light“

Kommentare
Dr. Roland Even 18.03.200910:53 Uhr

Was soll,das ?

Feinde haben wir Ärzte ja offenbar schon genug, da brauchen wir solche Kommentare nicht in der Ärztezeitung und erst recht nicht Kommentatoren dieses Schlages !

Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Arzt erläutert seinem Patienten mit Fettlebererkrankung anhand eines Anatomiemodell der Leber die prognostischen Risiken.

© manassanant / stock.adobe.com

Hepatisches Risiko erhöht

Schlank und MASLD – das macht der Leber schwer zu schaffen

Eine Hand lehnt demonstrativ eine Spritze ab.

© anyaivanova / Getty Images / iStock

1,1 Millionen Erwachsene befragt

COVID-19: Impfskepsis häufig doch überwindbar

Spritze zum Impfen mit Schriftzug

© Fiedels / stock.adobe.com

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!