Analyse der Abrechnungsdaten

Zi: Januar bis März schwerste Infektmonate

Das Zi sieht auf die Praxen schwierige Monate zukommen. Zu Corona geselle sich in den Herbst- und Wintermonaten die Hauptwelle der Erkältungs- und Grippeinfekte. Das belegen Daten aus den Jahren 2017 bis 2019.

Veröffentlicht: 31.08.2020, 14:45 Uhr

Berlin. „Die ambulante Versorgung muss sich dieses Jahr auf eine Erkältungssaison unter verschärften Pandemiebedingungen einstellen“, sagt der Zi-Vorstandsvorsitzende Dr. Dominik von Stillfried. 68 Prozent der jährlich rund 32 Millionen akuten Atemwegsinfektionen entstehen nach einer Analyse des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) in den Herbst- und Winterquartalen.

Das Zi hat hierzu die Abrechnungsdaten der Vertragsärzte aus den Jahren 2017 bis 2019 untersucht. Eingeschlossen in die Daten wurden neben der Influenza auch die akute Bronchitis sowie unspezifische akute Infektionen der oberen Atemwege.

Leichtere Verläufe machen rund 95 Prozent aus

Dabei werden die meisten Infekte – das gilt für Kinder (38 Prozent) wie für Erwachsene (43 Prozent) – jeweils im ersten Quartal des Jahres, also zwischen Januar und März, diagnostiziert. Deutlich häufiger als die schwerer verlaufende Grippe sind nach den Daten des Zi leichtere Verläufe des grippalen Infekts. Etwa 95,2 Prozent aller Erkältungserkrankungen gingen auf diese Infekte zurück.

Haus- und Facharztpraxen werden in den kommenden Herbst- und Wintermonaten weiterhin „der ambulante Schutzwall der Kliniken sein“, so von Stillfried. Allerdings appelliert der Zi-Chef, damit dies funktioniert, die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) auch im Wartezimmer konsequent umzusetzen. (reh)

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