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Angst vor zweiter Corona-Welle

Zi: Trotz steigender Fallzahlen keine akute Überlastung des Gesundheitswesens

Viele kleine Infektionsherde, unklare Infektionsketten: Die Sorge vor einer zweiten Pandemiewelle in Deutschland wächst. Zu übereiltem politischen Aktionismus bestehe aber kein Anlass, betont das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung.

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Noch ist Schönwetterlage: Droht eine mögliche zweite Pandemiewelle unser Gesundheitssystem zu überlasten?

Noch ist Schönwetterlage: Droht eine mögliche zweite Pandemiewelle unser Gesundheitssystem zu überlasten?

© kebox - stock.adobe.com

Berlin. Trotz erneut steigender COVID-19-Fallzahlen in Deutschland besteht laut Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) derzeit kein Anlass für übereilte politische Schritte. Das hiesige Gesundheitswesen drohe aktuell nicht überlastet zu werden, teilte das Zi am Montag mit.

Das Zi verwies auf den von ihm entwickelten Frühindikator zur Entwicklung der COVID-19-Pandemie. In diesen fließen unter anderem aktuelle Fallzahlmeldungen des Robert Koch-Instituts (RKI), aber auch Angaben zur Auslastung der Intensivkapazitäten in den Krankenhäusern anhand des DIVI-Registers ein.

Vorwarnzeit relativ stabil

Die effektive Vorwarnzeit bis zur potenziellen Überlastung des Gesundheitswesens betrage laut Frühindikator derzeit 73 Tage, sagte Zi-Vorstandschef Dr. Dominik von Stillfried. Im Vergleich zu Anfang Juli gebe es hier kaum Veränderungen.

Als effektive Vorwarnzeit berechnet das Institut die Zeit, die bei einer Ausbreitung der SARS-CoV-2-Infektionen bis zur voraussichtlichen Überlastung des Gesundheitswesens noch bleibt. Diese Spanne berücksichtig auch die Zeit, die Maßnahmen zum Pandemie-Management benötigen.

Zum Zeitpunkt der Lockerungsbeschlüsse Anfang Mai lag die effektive Vorwarnzeit bei etwa 76 Tagen. Sie stieg im Juni bis auf 110 Tage. In den vergangenen Wochen sei der Indikator wieder leicht rückläufig, hieß es.

Zi: Weiter Abstand halten und Hygieneregeln beachten

Geltende Hygieneregeln sollten daher „unbedingt ernst genommen und eingehalten werden“, betonte das Zi in seiner Mitteilung. Sorge vor Praxisbesuchen müsse man aber aufgrund „ausgereifter Hygienekonzepte der Praxen“ nicht haben.

Laut RKI wurden am Montag (Stand 00.00Uhr) rund 510 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag von den Gesundheitsämtern gemeldet. Allerdings ist die Zahl mit Vorsicht zu genießen, da es an den Wochenenden erfahrungsgemäß zu Verzögerungen bei den Meldevorgängen gibt.

Die Zahl der bisher mit SARS-CoV-2 infizierten Menschen in Deutschland lag den Angaben zufolge bei rund 210 .400. (hom)

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