Kommentar zur Prämienausschüttung

Zwei-Klassen-Kassen

Von Dr. Florian Staeck Veröffentlicht: 16.09.2013, 12:12 Uhr

Dividende - das hört sich im Kontext einer gesetzlichen Krankenkasse merkwürdig an. Exakt so bezeichnet die Techniker Krankenkasse die geplante Prämienzahlung an ihre 6,2 Millionen Mitglieder.

Die zweitgrößte Kasse gibt mit der angekündigten Ausschüttung von mehr als 500 Millionen Euro im Jahr 2014 den Ton an.

Die bisherigen Mitglieder werden das goutieren, neue Kundschaft wird nicht auf sich warten lassen. Ähnlich sorgenfrei kann die hkk agieren - die rund 260.000 Mitglieder können sich wie schon in diesem Jahr auch 2014 über 100 Euro per Scheck freuen.

Bislang 19 geöffnete Krankenkassen machen beim Prämien-Poker mit. Die gute Konjunkturentwicklung lässt erwarten, dass einige weitere hinzukommen werden.

Kassen wie die Deutsche BKK (rund 770.000 Versicherte), die bis Oktober 2012 einen Zusatzbeitrag erheben musste, sehen der Entwicklung ohnmächtig zu.

Für sie sind die hohen Überschüsse andernorts Ergebnis einer systematischen Benachteiligung bei der Mittelverteilung durch den Gesundheitsfonds.

Tatsächlich zeichnet sich nicht erst mit der neuerlichen Ankündigung der TK eine GKV der Zwei-Klassen-Kassen ab. All dies umstandslos als Beispiel für gelungenen Wettbewerb in der GKV zu deklarieren, greift zu kurz.

Lesen Sie dazu auch: TK und hkk: Prämien für Versicherte auch 2014

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