Zwei Leuchttürme der Forschung in Essen

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Zwei Projekte stechen besonders in der Forschungslandschaft an Rhein und Ruhr hervor:

  • Der 7 Tesla-MRT in Essen gilt als medizinischer Leuchtturm der Gesundheitsmetropole Ruhr. Die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht Ärzten eine Ganzkörperdiagnose von Gefäßerkrankungen wie Aneurysmen oder Gefäßverschlüssen in kürzester Zeit und unter Einsatz von zumeist gut verträglichen Kontrastmitteln. Bei der Früherkennung des Darmkrebses etwa hilft MRT heute schon. Vielversprechend ist auch eine Methode aus dem Ruhrgebiet zur Früherkennung von Dünndarmtumoren mit Hilfe einer Mini-Kamera, die der Patient einfach schluckt.
  • in Essen entsteht zur Zeit auch das Westdeutsche Protonentherapiezentrum (WPE), das am Universitätsklinikum angesiedelt ist. Die Protonentherapie ist eine innovative Form der Strahlentherapie, die bei der Behandlung von Patienten mit Tumoren in empfindlichen Gewebsregionen zum Einsatz kommt. Dass sich diese Therapie in Deutschland bislang kaum etabliert hat, liegt vor allem an den hohen Investitionskosten und den technischen Risiken während des Betriebs.

Im Ruhrgebiet konnten beide Hürden mittels eines Public Private Partnership-Ansatzes (PPP) beseitigt werden: Finanzierung, Planung, Errichtung sowie der nicht-medizinische Betrieb wurden in die Hände eines privaten Bieterkonsortiums gelegt.

Der medizinische Betrieb erfolgt durch die WPE GmbH, eine gemeinnützige Tochtergesellschaft des Universitätsklinikums, und bleibt damit Kernkompetenz des Klinikums. Das Projektvolumen beläuft sich auf über 300 Millionen Euro, von privater Seite werden 136 Millionen Euro aufgebracht.

Lesen Sie dazu auch: Kohle ade - die Gesundheitsbranche gibt im Ruhrgebiet den Takt vor Molekularbiologie kann helfen, Prävention effizienter zu machen Branche & Handel Wettbewerb des Forschungsministeriums Geografie & Demografie Prävention ist vor allem an der Ruhr "Herzenssache"

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