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Pflege-WGs

vdek warnt vor Wildwuchs

HAMBURG (di). Eine Neufassung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs, einen demografie-festen Beitragssatz und Maßnahmen gegen Wildwuchs in Pflege-Wohngemeinschaften fordert der Verband der Ersatzkassen (vdek) Hamburg.

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Anlass dafür ist die steigende Zahl unterschiedlicher ambulanter Wohnformen für Pflegebedürftige. Diese werden seit Kurzem durch das Pflegeneuausrichtungsgesetz finanziell gefördert.

Derzeit gibt es in der Hansestadt über 40 ambulante und stationäre Wohn-Pflege-Gemeinschaften, in denen mehr als 400 Menschen leben. Weitere Projekte für fast 300 Menschen werden derzeit umgesetzt.

"Es ist wichtig, ambulante Versorgungsangebote für Demenzkranke zu fördern, die auch pflegende Angehörige entlasten", sagte Kathrin Herbst, Leiterin der vdek-Landesvertretung Hamburg, beim dritten Hamburger Gesundheitstreff. "Wohnen in Pflege-WGs darf aber kein Herumexperimentieren sein."

Die Qualität der Versorgung und die Qualifikation der Mitarbeiter müssten den Standards in traditionellen Pflegeformen entsprechen. Herbst forderte daher, die Transparenz-Kriterien für die Qualitätsprüfungen so weiter zu entwickeln, dass auch in den WGs gute von schlechter Pflege unterschieden werden könne.

Sie plädierte auch dafür, bei der Definition von Pflegebedürftigkeit stärker zu berücksichtigen, wie kompetent ein älterer Mensch den Alltag meistert und am sozialen Leben teilhat.

Zudem fordern die Ersatzkassen, die Finanzierung der Pflege nachhaltiger zu gestalten. Die im neuen Gesetz festgelegte Beitragssatzerhöhung von 0,1 Beitragssatzpunkten schaffe keine Demografiefestigkeit.

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