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Marktbilanz

2016 war für Biotechs ein gutes Jahr

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FRANKFURT/MAIN. Die Unternehmen der deutschen Biotechnologiebranche verzeichneten 2016 einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro – ein Plus von sieben Prozent gegenüber Vorjahr. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) stiegen um sieben Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Allerdings war das Wachstum im Vorjahr noch dynamischer: Die Umsätze stiegen 2015 um zwölf Prozent und die F&E-Ausgaben um elf Prozent.

Das geht aus dem am Dienstag in Frankfurt vorgestellten Deutschen Biotechnologie-Report 2017 der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY in Kooperation mit dem Branchenverband BIO Deutschland und dem Arbeitskreis der Deutschen BioRegionen hervor.

Insbesondere der Mitarbeiterzuwachs um 14 Prozent auf knapp 25.000 Beschäftigte zeigt laut EY die positive Stimmung innerhalb der Branche. Im Vorjahr stagnierte die Zahl der Mitarbeiter noch. Auch die Zahl der Firmen legte zu – um fünf Prozent auf 623 Betriebe.

Die Finanzierung von Innovation – in den vergangenen Jahren eine Problemzone der deutschen Biotech-Branche – scheint inzwischen auf solideren Füßen zu stehen: Risikokapitalgeber investierten laut Report 213 Millionen Euro in die Branche. Das war zwar etwas weniger als die 236 Millionen Euro im Vorjahr, dafür verteilte sich die Summe auf mehr Unternehmen. 2015 entfielen allein 167 Millionen Euro auf ein einziges Unternehmen – CureVac.

Insgesamt konnten sich die deutschen Biotechs 459 Millionen Euro aus Börsengängen, Kapitalerhöhungen und Risikokapital sichern. Im Erfassungszeitraum seit 2009 war der Kapitalzugang nur 2015 mit dem CureVac-Ausnahmedeal besser. Seit 2006 wagte mit der Brain AG erstmals wieder ein deutsches Biotech-Unternehmen den Börsengang. (maw)

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