ZI-Praxis-Panel

Abfrage zur wirtschaftlichen Situation in den Praxen beginnt

Alle niedergelassenen Ärzte bekommen in den kommenden Tagen die Zugangsdaten für das jährliche Praxis-Panel. In diesem Jahr findet die Befragung komplett online statt.

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Berlin. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) startet seine jährliche Befragung zur wirtschaftlichen Situation der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten. Laut einer aktuellen Mitteilung sollen dazu in den kommenden Tagen alle Praxen angeschrieben werden. Mit dem Panel will das ZI die Wirtschaftslage und die Versorgungsstrukturen in den Praxen ermitteln. Die Erhebung führt das Institut seit 2010 im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigungen und der KBV durch, in diesem Jahr erstmals komplett online.

„Das Zi-Praxis-Panel ist als Datenbasis für die Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen im Bewertungsausschuss unerlässlich“, betonte KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen und appellierte an Ärzte und Psychotherapeuten, sich an der Befragung zu beteiligen. Abgefragt werden wirtschaftliche Daten, etwa zu Aufwendungen und Erlösen der Praxis aus kassen- und privatärztlicher Tätigkeit. Auch Informationen zur Personalausstattung, zur Versorgungsstruktur sowie zur Arbeitszeit der Praxisinhaber der MFA werden benötigt. In diesem Jahr will sich das Zi außerdem mit den Folgen der Corona-Pandemie beschäftigen.

Steuerberater muss die Daten testieren

Die KBV weist darauf hin, dass die Zugangsdaten zum Online-Fragebogen in den kommenden Tagen an die Praxen versandt werden.

Wichtig sei, dass die Finanzangaben zur Praxis vom Steuerberater testiert sind. Für die Teilnahme an der Befragung gibt es eine Pauschale von 210 Euro für Einzelpraxen und 360 Euro für Gemeinschaftspraxen. Gemeinschaftspraxen mit mehr als drei Inhabern erhalten 410 Euro. Die Teilnahme ist bis Ende März möglich. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Spätsommer veröffentlicht.

Nach Abschluss der Datenauswertung bekämen alle Teilnehmer einen individuellen Praxisbericht mit Vergleichskennzahlen, heißt es. Anhand dessen könnten sie einschätzen, wo ihre Praxis im Vergleich zu anderen Kollegen der Fachgruppe wirtschaftlich steht. (kaha)

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