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Absichtserklärung

Apotheker stecken Claim für E-Rezept ab

Patientenautonomie, Datensicherheit und Anbindefähigkeit an die Telematikinfrastruktur: Der Apothekerverband ABDA meint es mit dem eigenen E-Rezept ernst.

Christoph WinnatVon Christoph Winnat Veröffentlicht:
Hat das Papierrezept ausgedient? Die Apotheker arbeiten an einem eigenen Vorschlag, wie eine digitale Verordnung aussehen könnte.

Hat das Papierrezept ausgedient? Die Apotheker arbeiten an einem eigenen Vorschlag, wie eine digitale Verordnung aussehen könnte.

© pixelfokus / Fotolia

BERLIN. Der Apothekerdachverband ABDA will sich offenbar nicht länger nachsagen lassen, in Sachen E-Health auf der Bremse zu stehen. Erst vor wenigen Tagen verkündete Verbandspräsident Friedemann Schmidt, noch bis zum diesjährigen Apothekertag im Oktober einen eigenen technischen Vorschlag für eine elektronische Verordnung erarbeiten zu wollen.

Jetzt hat der Verband zusammen mit Projektpartnern die Programmatik abgesteckt. Dass dabei besonderer Wert auf die Anbindefähigkeit an die Telematikinfrastruktur gelegt wird, zeigt, wie ernst es der Standesvertretung mit dem Vorhaben ist.

Patient soll entscheiden, wo und wie

So heißt es in einem gemeinsam mit den Technikpartnern VDARZ (Bundesverband Apothekenrechenzentren) und ADAS (Bundesverband Apotheken-Softwarehäuser) aufgesetzten "Letter of intent": "Ziel ist die Umsetzung eines Modellprojektes, das eine Überführung in die Telematikinfrastruktur erlaubt. Bisherige Ideen zur eVerordnung scheitern gerade an dieser Hürde".

Und es scheint, als wolle man, wenn es um die eigene E-Rezept-Lösung geht, sogar der Furcht vor der Versandkonkurrenz nicht nachgeben: "Besonderes Augenmerk", heißt es in der Absichtserklärung weiter, lege man "auf die autonome Entscheidung des Patienten, wo und wie die Arzneimittelverordnung in die Apotheke gelangt".

Dritter Themenschwerpunkt der gemeinsamen Entwicklungsarbeiten ist die Datensicherheit. "Der umfassende Schutz von Patienten- und Rezeptdaten und deren Sicherheit sind für uns das wichtigste Kriterium", beteuert VDARZ-Vorstandschef Werner Dick.

Ärztetag gab Anstoß

Die Bemühung der ABDA, das E-Rezept voranzubringen, sind nicht zuletzt motiviert von der Lockerung des berufsrechtlichen Fernbehandlungsverbotes beim diesjährigen Ärztetag in Erfurt. Auch wenn sich dort einige Ärzte in einem Entschließungsantrag gegen gleichzeitige Fernverschreibungen ausgesprochen hatten, rechnen Branchenbeobachter damit, dass von wachsender Nachfrage nach Fernbehandlungen auch eine Schubwirkung zur Einführung des elektronischen Rezepts ausgehen wird.

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