Digitale Gesundheitsanwendungen

Apps auf Rezept: GKV-Schiedsstelle nimmt Arbeit auf

Streitigkeiten über die Höhe der Kassenvergütung für bestimmte Apps auf Rezept landen in Zukunft bei einer Schiedsstelle. Die hat sich jetzt konstituiert.

Veröffentlicht: 17.08.2020, 17:09 Uhr

Berlin. „Erste Aufgabe: Geschäftsordnung erarbeiten“ – mit dieser Mitteilung auf dem Kurznachrichtendienst Twitter hat der Gesundheitsökonom Professor Jürgen Wasem die Aufnahme der Arbeit in der neu geschaffenen Schiedsstelle für GKV-Vergütung Digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) unter seiner Leitung bekannt gegeben.

Die Schiedsstelle soll dann angerufen werden, wenn sich GKV-Spitzenverband und der jeweilige Anbieter nicht auf die Höhe der Kassenvergütung einer DiGA einigen können.

Die DiGA werden vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zertifiziert, wenn sie einen belegbaren Patientennutzen bringen. Die Einigung ist ab dem 13. Monat nach der ersten Zertifizierung vorgesehen. Für die ersten zwölf Monate setzt der Hersteller den Preis fest. Er hoffe, so Wasem, dass seine Schiedsstelle „möglichst selten“ gebraucht werde.

Die ersten im vorläufigen Verfahren zugelassenen DiGA werden Ende des Monats erwartet. (maw)

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