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E-Health

Auch bei Digital Health zählt Qualität

Die digitalisierte Medizin sollte sich an Versorgungszielen ausrichten und nicht nur ein nettes Add-on sein, fordern Experten.

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BERLIN. Die Technik ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug für eine gute Patientenversorgung, das stellten Experten von Kassenseite und aus dem Bundesgesundheitsministerium auf der BVMed-Veranstaltung "Ambulant – Der neue Weg" in Berlin klar. Hauptziel der technischen Lösungen müsste die zeitnahe Erhöhung der Versorgungsqualität durch den sinnvollen Einsatz von E-Health und personalisierter Medizin sein, sagt etwa Nino Mangiapane, Referatsleiter Grundsatzfragen der Telematik und eHealth im Bundesgesundheitsministerium.

Technologie werde dann Bestandteil eines bestehenden oder neuen Versorgungsprozesses, so Mangiapane weiter. "Daher werden in Zukunft auch bei der Digitalisierung Aspekte der Versorgungsqualität in den Mittelpunkt rücken." Wichtig sei zudem die Ausrichtung an Versorgungszielen und die Einbindung aller Akteure. Mangiapane sieht digitale Lösungen aber auch eher als Ergänzung zum bestehenden Arzt-Patienten-Verhältnis.

Der direkte Bezug zur Versorgungsfragen ist auch für die Barmer Knackpunkt bei der digitalen Medizin. "Wir finden den medizinischen Fortschritt und die digitalen Chancen gut. Wir sind bereit, auch neue Wege zu beschreiten", erklärte Benjamin Westerhoff, Leiter Versorgungsprogramme bei der Barmer. Treibende Kraft müssten aber ein konkretes Versorgungsdefizit und der medizinische Bedarf sein. Technik könne etwa helfen, ärztliche Entscheidungen auf eine breitere Basis zu stellen. Dabei fordern die Kassen allerdings evidenzbasierte Lösungen und informationelle Selbstbestimmung. Westerhoff stellte klar, dass es wichtig sei, dass der medizinische Fortschritt anhand der Outcomes wie Funktionalität und Lebensqualität gemessen werde. Und innovative Angebote sollten auch zur besseren Wirtschaftlichkeit der Versorgung beitragen. (eb)

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