Auf der Suche nach Synergieeffekten im Norden

WOLGAST (di). Das Uniklinikum Greifswald und das Kreiskrankenhaus Wolgast planen nun nach der gerichtlich erkämpften Fusion die Kooperation der beiden Standorte.

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Greifswalds kaufmännischer Direktor Gunter Gotal spricht bereits vom "Pilotcharakter für künftige Klinikstrukturen", weil in Vorpommern erstmals ein Universitätsklinikum mit einem kommunalen Haus fusioniert.

Zur Erinnerung: Um das Wolgaster Kreiskrankenhaus hatten sich auch private Klinikketten beworben. Der Kreis hatte sich jedoch für die benachbarte Uniklinik als Fusionspartner entschieden, was zu einem Einspruch des Kartellamtes geführt hatte. Der Kartellsenat des Oberlandesgerichtes Düsseldorf hatte den Zusammenschluss aber für zulässig erklärt. Greifswald hat wie berichtet rund sechs Millionen Euro für die 180-Betten-Klinik, die unter einer niedrigen Auslastung litt, gezahlt.

Wolgasts Geschäftsführer Michael Kulle betonte aber, dass sein Haus mit einer erfolgreichen Halbjahresbilanz in die Kooperation mit Greifswald startet. Vorgesehen sind eine enge Abstimmung im Qualitätsmanagement, eine gemeinsame Schmerz-Tagesklinik mit insgesamt zehn Plätzen an beiden Standorten sowie ein Kompetenznetzwerk Inkontinenz, in das auch die niedergelassenen Ärzte der Region eingebunden werden sollen. Verstärkt wird auch die Abstimmung zwischen Wolgast und dem Brustzentrum an der Unifrauenklinik. Weitere Kooperationen auf Fachebene sind geplant.

Wolgast hat jährlich rund 20 000 Patienten und beschäftigt 377 Mitarbeiter. Greifswald hat jährlich rund 120 000 Patienten und einen Umsatz von rund 137 Millionen Euro.

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