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BaFin: Provision bei PKV-Vermittlern ist zu hoch

Die Provision für PKV- Vermittler beträgt oft 14 Monatsprämien und mehr. Die BaFin droht nun mit Sonderprüfungen.

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KÖLN (akr). Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geht gegen zu hohe Provisionszahlungen der privaten Krankenversicherer an Vermittler vor. In einem Rundschreiben droht die Behörde den Gesellschaften mit Sonderprüfungen, wenn sie Anhaltspunkte für ausufernde Provisionszahlungen findet. Als zu hoch betrachtet die Aufsicht Einmalprovisionen für Vermittler, die über neun Monatsbeiträgen liegen.

Für den Verkauf einer Police erhalten Vermittler eine Vergütung, deren Höhe sich an der vom Kunden zu zahlenden monatlichen Prämie orientiert. Nach den Erkenntnissen der Versicherungsaufseher sind die Zahlungen für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung zwischen 1999 und 2009 von im Schnitt 7,5 auf 8,9 Monatsbeiträge gestiegen. "Einmalprovisionen über dem Schnitt sind aufsichtsrechtlich unerwünscht", sagte BaFin-Sprecherin Kathi Schulten. Früher waren Zahlungen in Höhe von zwölf Monatsbeiträgen die Spitze, heute sind 14 Monatsprämien und mehr zuzüglich diverser Zuschüsse für IT oder Marketing nicht selten.

Im laufenden Quartal legen manche Versicherer sogar noch drei Monatsbeiträge Provision oben drauf, wenn Vermittler gut verdienende Arbeitnehmer gewinnen. Die Bundesregierung hat die Wechselmöglichkeit in die private Krankenversicherung erleichtert, dieses Geschäft wird jetzt verteilt.

Vor kurzem haben sich Branchenvertreter an die BaFin gewandt. Sie wollten, dass die Aufsicht auf dem Verordnungsweg den extensiven Abwerbungen mit Hilfe von Höchstgrenzen bei Provisionen oder Rückforderungen von Vergütungen bei der frühen Kündigung eines Vertrags Einhalt gebietet. Der Behörde fehlen aber die gesetzlichen Grundlagen, um auf dem Verordnungsweg eine Deckelung der Vergütung oder eine Mindest-Stornohaftung festzulegen. Deshalb gibt die Aufsicht jetzt einen deutlichen Warnschuss ab.

Ärzte haben kaum eine Chance, Provisionswucher zu entdecken. Zwar bekommen sie beim Abschluss ein Informationsblatt, das die Abschlusskosten aufführt - aber nur die kalkulierten. Die tatsächlich fließende Provision kann deutlich darüber liegen.

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