Zukauf

Bayer akquiriert Spezialisten für Gentherapie

Die Akquisition der privaten US-Firma Asklepios BioPharmaceutical kann Bayer bis zu vier Milliarden Dollar kosten.

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Leverkusen. Bayer forciert seinen Einstieg in das Geschäft mit Zell- und Gentherapien. Nachdem vor einem Jahr das auf die Entwicklung von Stammzelltherapien fokussierte Start-up Bluerock vollständig erworben wurde, deren Gründung der Leverkusener Konzern bereits mitfinanziert hatte, folgt nun der nächste, ungleich größere Zukauf.

Für zunächst zwei Milliarden Dollar erwirbt Bayer das private, bei Durham (North Carolina) ansässige Biotechunternehmen Asklepios BioPharmaceutical. Weitere zwei Milliarden Dollar könnten als erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen fällig werden. Davon würden „rund 75 Prozent voraussichtlich im Verlauf der kommenden fünf Jahre anfallen“, so Bayer zu Wochenbeginn.

Den Angaben zufolge hält Asklepios über 500 Patente zur Produktion adeno-assoziierter Viren (AAV). Die Website des 2001 gegründeten Unternehmens listet aktuell sieben gentherapeutische Entwicklungsprojekte auf, darunter drei in Phase I/II, der Rest noch in der Präklinik; Indikationsgebiete sind unter anderem M. Pompe, Parkinson, M. Huntington oder systolische Herzinsuffizienz. Zu weiteren Indikationen wie Hämophilie oder Duchenne-Muskeldystrophie habe Asklepios Lizenzrechte vergeben, heißt es.

„Diese Akquisition bringt den Aufbau unseres Zell- und Gentherapiebereichs wesentlich voran“, kommentierte Bayer-Chef Werner Baumann die Übernahme. (cw)

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