Glyphosat

Bayer kommt überarbeitetem Vergleich in USA näher

Für Bayer ist die erhoffte Rechtssicherheit wegen tausendfacher Schadenersatzklagen in den USA offenbar wieder zum Greifen nah. – Und Vorstandschef Werner Baumann verlängert bis Ende April 2024.

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Leverkusen. Bayer steuert im US-Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Roundup® (Glyphosat) nach eigenen Angaben auf einen überarbeiteten Kompromiss mit den Klägern zu.

Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern teilte am Donnerstagabend mit, Fortschritte bei den Verhandlungen um einen überarbeiteten Vergleich erzielt zu haben. Die Details sollen demnach in den kommenden Wochen endgültig vereinbart und dann dem zuständigen US-Gericht zur vorläufigen Genehmigung vorgelegt werden.

Eigentlich hatten sich Bayer und die Klägeranwälte bereits Ende Juni auf eine Lösung zur Beilegung der Rechtskonflikte verständigt. Doch ein wichtiger Teil des insgesamt rund elf Milliarden Dollar schweren Vergleichspakets wurde von dem Bundesrichter Vince Chhabria als problematisch eingestuft und muss deshalb überarbeitet werden.

Stein des Anstoßes ist die geplante Handhabung zur Beilegung möglicher künftiger Glyphosat-Klagen. Dieser Teil des Vergleichs ist für Bayer von großer Bedeutung, um beim Thema Glyphosat künftig Rechtssicherheit in den USA zu erreichen.

Baumann bleibt Vorstandschef

Gleichzeitig teilte Bayer mit, der Konzern-Aufsichtsrat habe den zur Hauptversammlung 2021 auslaufenden Vertrag mit Vorstandschef Werner Baumann bis zum 30. April 2024 verlängert. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen. Baumann arbeitet seit 1988 für Bayer, wurde 2010 in den Vorstand berufen und ist seit Mai 2016 Vorsitzender des Dax-Unternehmens.

„Ich bin dem Aufsichtsrat für das entgegengebrachte Vertrauen sehr dankbar“, sagte Baumann laut einer Mitteilung. Es sei zur persönlichen Lebensplanung sein Wunsch gewesen, dass sein Vertrag nicht um die maximal möglichen vier Jahre verlängert werde.

„Ich werde alles dafür tun, Bayer in den nächsten Jahren zum Wohle unserer Eigentümer, Belegschaft und übrigen Stakeholdergruppen erfolgreich und nachhaltig zu führen“, so Baumann. (dpa)

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