Unternehmen

Bayer setzt im Kampf gegen Krebs auf Tabak

LEVERKUSEN / HALLE (eb). Der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern Bayer setzt große Hoffnung auf Medikamente aus Tabakpflanzen. In Halle wurde diese Woche eine Pilotanlage für die Produktion in Betrieb genommen.

Veröffentlicht:

Bayer hat nach eigenen Angaben zusammen mit der Tochtergesellschaft Icon Genetics ein neues Produktionsverfahren entwickelt, mit dem biotechnologische Medikamente in Tabakpflanzen hergestellt werden können.

Eine neue Fertigungsanlage zur Herstellung von Wirkstoffproteinen ist in Halle eingeweiht worden. Mit den in den Tabakpflanzen hergestellten Wirkstoffen könnten nach Unternehmensangaben in Zukunft neue Ansätze für Therapien und Prävention gegen Krankheiten entwickelt werden, bei denen die heutige Medizin noch nicht zufriedenstellend helfen könne.

"Dieses Projekt soll unsere Chancen verbessern, mit biotechnologisch hergestellten Medikamenten neue Therapien für lebensbedrohliche Krankheiten zu finden", erläuterte Dr. Wolfgang Plischke, Mitglied des Vorstands der Bayer AG und unter anderem verantwortlich für Innovation, bei der Eröffnungsfeier. So sei Krebs nicht gleich Krebs. Es gibt viele Arten der Tumorerkrankung, die mit spezifischen Wirkstoffen individuell behandelt werden müssen.

Nach Angaben Plischkes soll für jeden Patienten mit dem Verfahren ein individuelles Medikament hergestellt werden.

Mehr zum Thema

Platow-Empfehlung

Abbott: Solides Geschäft mit starker Marge

Börse

Gute Nachrichten für Anleger: Technologie-Hype ist abgeflacht

Schlagworte
Das könnte Sie auch interessieren
Probeentnahme für einen Corona-Test: In den USA sind im ersten Jahr der Coronaimpfung knapp 14 Prozent der komplett geimpften Krebskranken an COVID erkrankt, aber nur 5 Prozent der geimpften Patienten ohne Krebs. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© Pekic / Getty Images / iStock

Viele Durchbruchsinfektionen

COVID-19 bleibt auch für geimpfte Krebspatienten gefährlich

Notfall Thrombose – initial niedermolekulares Heparin

© LEO Pharma GmbH

DGA 2021

Notfall Thrombose – initial niedermolekulares Heparin

Anzeige | LEO Pharma GmbH
Schwangerschaftsassoziierte Thrombose: Warum NMH?

© LEO Pharma GmbH

DGA 2021

Schwangerschaftsassoziierte Thrombose: Warum NMH?

Anzeige | LEO Pharma GmbH
VTE-Inzidenz bei Krebs in den letzten 20 Jahren verdreifacht

© LEO Pharma GmbH

Publikation

VTE-Inzidenz bei Krebs in den letzten 20 Jahren verdreifacht

Anzeige | LEO Pharma GmbH
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
„Wir werden von der Politik vergessen“, beklagen MFA aus dem Sauerland.

© Dirk Hoppe/NETZHAUT

MFA am Limit

Praxischef ruft Medizinische Fachangestellte zum Protest auf

Affenpocken – ein kurzer Überblick für die Praxis

© Springer Medizin

„EvidenzUpdate“-Podcast

Affenpocken – ein kurzer Überblick für die Praxis

Eingespieltes Team: Die beiden Vorsitzenden der Ständigen Konferenz „Ärztliche Weiterbildung“ der Bundesärztekammer (StäKo), Professor Henrik Herrmann und Dr. Johannes Albert Gehle, erläuterten in Bremen den aktuellen Stand der (Muster-)Weiterbildungsordnung.

© Rolf Schulten

126. Deutscher Ärztetag

Heiße Debatte über Fehlzeiten in der Weiterbildung