Anlagen-Kolumne

Beim Investment lohnt der Blick auf Markt-Muster

Stillstand gibt es nicht - egal, ob bei Währungen, Öl oder Aktien. Es geht nach oben, unten oder seitwärts. Wer genau hinschaut, erkennt wiederkehrende Muster.

Von Gottfried Urban Veröffentlicht: 04.04.2011, 05:00 Uhr

Die Finanzmärkte haben ihren eigenen Rhythmus. Für fast alle Anlageklassen gilt ein langfristig relativ stabiler Rhythmus. So folgt der US-Dollar seit Jahrzehnten einem recht stabilen Muster.

Seit 1970 neigt er in der Tendenz zur Schwäche, allerdings im Rahmen eines großen Basisrhythmus. Nach etwa fünf- bis siebenjähriger Stärke (1980 - 1985, 1996 - 2001) folgt eine Schwächephase, die sieben bis zehn Jahre anhält (1970 -1980, 1985 - 1996, 2001 - 2011).

Beim Öl lässt sich seit über 100 Jahren ein ähnliches Muster beobachten. Auf eine zehn Jahre dauernde Phase steigender Preise, in denen sich der Ölpreis immer vervielfacht, zeigt der Rohölmarkt mit schöner Regelmäßigkeit eine 15- bis 20-jährige Seitwärtsbewegung. Die Zinsen dürften übrigens für die westliche Welt im Rahmen einer 30-jährigen Langfristwelle wieder nach oben drehen.

Auch der Aktienmarkt folgt einem markanten Langfristmuster: Aufwärtsphasen dauern zwischen zehn und 20 Jahre. Anschließend folgen die Kurse einer Seitwärtsbewegung, die etwa acht bis 15 Jahre anhält, unterbrochen von kräftigen Kursrückgängen.

Geht man davon aus, dass die letzte Seitwärtsphase für die entwickelten Märkte im Jahr 2000 begonnen hat, könnte uns also ein großer Wendepunkt ins Haus stehen.

Nach den alten Mustern eines 30-jährigen Generationszyklus am Aktienmarkt befinden wir uns aktuell am Anfang der positivsten Jahre eines langfristigen Aktienmarktzyklus.

Kurzfristig gibt es saisonale Trends. So sind regelmäßig die kalten Monate im Jahr gute Börsenmonate, während die Sommermonate eher schlechter abschneiden.

Gegen Jahresende ist immer ein deutlicher Umsatzanstieg zu verzeichnen, da neue Investmentbudgets verteilt werden und steuerrelevante Börsenaktivitäten zunehmen. Langfristig gilt es, alle paar Jahre für die Geldanlage die richtige Entscheidung zu treffen.

Während Zinsmärkte am langfristigen Tiefpunkt angelangt sein dürften, sollten solide Aktienkörbe den meisten Ertrag im Depot abliefern. Auch gilt nach wie vor, nicht alle Eier in einen Korb zu legen und in verschiedene Anlagen zu investieren.

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