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Bertelsmann beglückt Fresenius

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Schon lange ist Fresenius-CEO Stephan Sturm der Ansicht, dass es in Deutschland zu viele Krankenhäuser gibt. Die zu Wochenbeginn vorgelegte Bertelsmann-Studie, der zufolge mehr als die Hälfte der deutschen Kliniken geschlossen werden sollte, dürfte ihn daher freuen – zumal darin vor allem die kleinen Grundversorger als überflüssig erachtet werden.

Mit der Tochter Helios besitzt der DAX-Konzern aber in erster Linie größere Krankenhäuser, die von einer Marktkonsolidierung finanziell profitieren würden. Da Klinikschließungen politisch jedoch schwer umzusetzen sind, werden die Bad Homburger auf Basis der Studie kaum an ihrer Jahresprognose rütteln (Umsatz: +3 bis 6 Prozent; Konzernergebnis: +/-0 Prozent). Nach den beiden Gewinnwarnungen im Vorjahr tut CEO Sturm auch gut daran, die Bälle flach zu halten.

Die Aktie (DE0005785604) hat sich in diesem Jahr wieder stabilisiert. Die Halbjahreszahlen könnten dem Papier am 30. Juli nach der jüngsten Schwäche aber wieder Rückenwind verleihen. Wir halten einen Umsatz- und Gewinnanstieg jeweils im mittleren einstelligen Prozentbereich für realistisch. Fresenius bleibt daher ein Kauf, Stopp hoch auf 36,80 Euro.

Platow online: www.platow.de/AZ

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