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Besondere Ehre für Stammzellforscher

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SEOUL/ULSAN (dpa). Dem Münsteraner Stammzellenforscher Hans Schöler ist in Südkorea eine besondere Auszeichnung zuteil geworden: Das Ulsan-Nationalinstitut für Wissenschaft und Technologie (UNIST) eröffnete am Freitag ein Stammzellzentrum, das nach dem 57 Jahre alten Wissenschaftler benannt ist (wir berichteten vorab). "Eine riesengroße Ehre", freute sich Schöler nach der Eröffnungszeremonie in der Küstenstadt im Südosten des Landes. "Damit kann man nicht rechnen - dass das zu Lebzeiten geschieht", sagte er am Telefon der dpa in Seoul.

Das "Hans Schöler Stem Cell Research Center" der Universität wurde im Rahmen eines internationalen Symposiums zu Stammzellen seiner Bestimmung übergeben. Schöler, einer der Direktoren des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin in Münster, hielt den Eröffnungsvortrag. Zu dem ostasiatischen Land habe er eine besondere "Zuneigung", sagte der renommierte Wissenschaftler. Seit vielen Jahren arbeite er mit Südkoreanern zusammen. Die Eröffnung des neuen Zentrums bedeute auch, dass man die Allianz für die gemeinsame Forschung nutzen werde. "Es ist egal, wo weltweit Methoden entwickelt werden, um Krankheiten zu bekämpfen." Das "Hans Schöler Stem Cell Research Center" soll sich der Anwendung von Stammzellen in der Regenerativen Medizin widmen. Schöler gilt als einer der Pioniere auf dem Gebiet der induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen). Diese Technik ist bedeutsam, weil sie die Forschung von den umstrittenen embryonalen Stammzellen unabhängiger machen kann. Die Rückprogrammierung ausgereifter Zellen in einen embryonalen Urzustand ist eine Art Verjüngungskur, die aus den Zellen quasi Alleskönner mit universellen Fähigkeiten macht. Die Forscher möchten daraus einmal Ersatzgewebe für Patienten schaffen. Das UNIST wurde 2007 gegründet. Es strebt an, eines der weltweit führenden Zentren für Biowissenschaften und Technologie zu werden.

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