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Produktionsstart

Corona-Impfstoff: BioNTech legt in Marburg los

Startschuss am einstigen Behring-Standort: Kein halbes Jahr nach Betriebsübernahme von Novartis produziert BioNTech in Marburg mRNA für ihren Impfstoff gegen COVID-19.

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mRNA-Produktion bei BioNTech in Marburg.

mRNA-Produktion bei BioNTech in Marburg.

© BioNTech

Mainz/Marburg. BioNTech hat mit der Corona-Impfstoffproduktion in Marburg begonnen. Wie das Mainzer Biotech-Start-up am Mittwoch bekanntgab, sei jetzt der erste Herstellungsschritt, die Produktion der mRNA, angelaufen. Eine einzelne mRNA-Charge reiche aus, heißt es, um acht Millionen Dosen des COVID-Impfstoffs BNT162b2 (Comirnaty®) zu fertigen. Im Laufe dieses und des Folgemonats stehe die Verfahrensvalidierung durch die EU-Behörde EMA an. Bei voller Betriebsbereitschaft könnten in dem Marburger Werk jährlich bis zu 750 Millionen Dosen der Vakzine vom Band laufen. Dann werde der von Novartis im September vorigen Jahres übernommene Standort „eine der größten mRNA-Produktionsstätten in Europa sein“.

Den Planungen zufolge will BioNTech im ersten Halbjahr 2021 bis zu 250 Millionen Impfstoffdosen auf der neuen Anlage herstellen. In Marburg erfolgt allerdings nur die mRNA-Fertigung sowie die Kombination der mRNA mit Lipiden zu sogenannten Lipid-Nanopartikeln. Steril-Abfüllung und Verpackung übernimmt ein externer Partnerbetrieb.

Die ersten Fertigprodukte würden voraussichtlich Anfang April ausgeliefert, versichern die Mainzer. Erst kürzlich hatten BioNTech und Vertriebspartner Pfizer angekündigt, ihr Produktionsziel für dieses Jahr um 50 Prozent erhöht zu haben. Demnach sollen rund zwei Milliarden Comirnaty®-Dosen ausgeliefert und im Zuge dessen auch die Lieferungen an die EU um 75 Millionen Dosen erhöht werden. Ursprünglich hatte die EU-Kommission vergangenen November 200 Millionen Dosen mit Option auf weitere 100 Millionen vorbestellt. (cw)

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