SARS-CoV-2-Laborbilanz

Laborärzte vermelden weiter steigende Positivrate bei PCR-Tests

Die britische Corona-Mutante breitet sich in Deutschland weiter aus, attestieren die Akkreditierten Labore in der Medizin. Der Laborärzteverband setzt sich für eine Antikörper-Testung Geimpfter ein.

Von Matthias WallenfelsMatthias Wallenfels Veröffentlicht:
Osteridylle 2021? Abstand halten, Maske tragen, impfen - gilt auch für Osterhasen.

Osteridylle 2021? Abstand halten, Maske tragen, impfen – für die Laborärzte stellt dies den idealen Verlauf der diesjährigen Ostertage dar, um das Ausbreiten des Coronavirus einzugrenzen. Händewaschen, reduzierte Kontakte und Testen gehören natürlich auch dazu.

© picture alliance/Geisler-Fotopress/Dwi Anoraganingrum

Berlin. Die Briten haben die EU zwar offiziell verlassen, doch nimmt der Anteil der britischen Mutante am SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen in Deutschland wie auch anderswo in Europa immer weiter zu. Mancherorts liege er bereits deutlich über 80 Prozent, hat die Auswertung der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) ergeben.

Die Erhebung, an der seit Monaten 175 Labore aus dem ambulanten und stationären Bereich teilnehmen, zeigen für die Kalenderwoche 12 (bis 26. März) eine Positivrate von 9,5 Prozent (Vorwoche: 8,3 Prozent), wie die Labore am Dienstag mitteilten. Insgesamt fielen in den beteiligten Laboren laut ALM in der vergangenen Woche von den durchgeführten 1.279.394 (Vorwoche: 1.196.364) SARS-CoV-2-PCR-Tests 121.787 positiv aus (Vorwoche: 98.762). Das entspreche einer Steigerung von 23 Prozent.

Dass die SARS-CoV-2-Antigentests und auch Selbsttests nun bei den Bürgern ankommen, werten die Labore grundsätzlich positiv, warnen allerdings vor einem falschen Verständnis dieser Testoption. „Wir weisen hier darauf hin, dass ein negativer Antigentest nur eine Momentaufnahme mit einer Gültigkeit am Untersuchungstag ist“, so ALM-Vorstand Wolf Kupatt.

Und ergänzt: „Antigentests sind bekanntermaßen weniger sensitiv und spezifisch als die PCR als Goldstandard in der SARS-CoV-2-Diagnostik. Sie bergen somit das signifikante Risiko von falsch-positiven und falsch-negativen Befunden.“ Beides sollte den nutzenden Personen auch entsprechend kommuniziert werden, damit die Getesteten eigenverantwortlich damit umzugehen lernen, mahnen die Labore.

Neue Antikörpertests weniger aufwändig

Derweil möchte der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) mit Antikörpertests zur „Versachlichung der Debatte um die Impfungen gegen das Coronavirus beitragen“, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heißt.

Seit Kurzem sei es möglich, die quantitative Bestimmung von SARS-CoV-2-IgG-Antikörpern nach Impfung durchzuführen, ohne auf den wesentlich aufwändigeren Neutralisationstest zurückgreifen zu müssen. Hierzu seien bereits Tests verschiedener Anbieter auf dem Markt, die entsprechend dem neuen Standard der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kalibriert seien, um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen.

„Die Herdenimmunität erreichen wir schneller und verlässlicher, wenn die Zweifler ihren Impferfolg per Antikörpertest überprüfen lassen können“, so der BDL-Vorsitzende Dr. Andreas Bobrowski.

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Horst Grünwoldt

Nachdem die positiven Abstrichtests auf den Atemwegsschleimhäuten bei Covid-19-Symptomlosen lediglich eine Antigen-Kontamination, aber noch keine Infektion (auch nicht die RNA-PCR- Methode!) nachweisen können, sollte auch ein spezifischer Antikörper-IgG-Test nur zur Abklärung von klinischen Covid-19- Patienten durchgeführt werden. So können bekanntlich die Covid-19- Opfer, die keine sonstigen Vorerkrankungen hatten, tatsächlich als Cvid-19- Seuchenfälle beim RKI gelistet werden.
Es wird nämlich in der andauernden "Coronakrise" höchste Zeit, die unwissenschaftliche Wischiwaschi- Diagnose "mit oder an Corona gestorben" klarzustellen!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt (Hygieniker), Rostock


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