DKV mausert sich wieder zum PKV-Marktführer

Mit 4,5 Milliarden Euro Prämieneinnahmen erreicht die DKV Platz eins der privaten Versicherer.

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Für das laufende Jahr erwartet der DKV-Chef Günter Dibbern ein Wachstum von rund 6 Prozent.

Für das laufende Jahr erwartet der DKV-Chef Günter Dibbern ein Wachstum von rund 6 Prozent.

© dpa

KÖLN (iss). Die Fusion mit der Schwestergesellschaft Victoria Kranken hat die Deutsche Krankenversicherung (DKV) nach Beitragseinnahmen wieder zum Marktführer der privaten Krankenversicherer gemacht. Die beiden Unternehmen, die am 1. Oktober rückwirkend zum 1. Januar auf die DKV fusioniert haben, hatten 2009 zusammen Prämieneinnahmen von 4,5 Milliarden Euro. Der zwischenzeitliche Branchenprimus Debeka kam auf 4,4 Milliarden Euro. Die DKV ist eine Tochtergesellschaft der Ergo, die wiederum zum Rückversicherer Munich Re gehört.

Im ersten Halbjahr kam die "neue" DKV auf 2,4 Milliarden Euro Prämieneinnahmen. Das war eine Steigerung um 5 Prozent. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle nahmen um 2,6 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zu. Für das laufende Jahr erwartet der DKV-Chef Günter Dibbern ein Wachstum von rund 6 Prozent. Die für die PKV positiven Weichenstellungen der Politik werden zum Jahresende nochmal ein kräftiges Neugeschäft bringen, hofft er.

Durch die Fusion ändere sich für die Kunden nichts, sagte Dibbern. Alte unattraktive Tarife werden allerdings geschlossen. "Für das Neugeschäft haben wir eine Reihe von Produkten nicht mehr auf dem Markt." Auch das sei kein Nachteil für Bestandskunden, sie hätten ja ein Wechselrecht in vergleichbare Tarife.

Dibbern rechnet nicht damit, dass die DKV durch die Fusion viele Kunden verliert. Das Unternehmen habe in der Vergangenheit bereits die Globale Kranken, die Zürich Kranken und den Vollversicherungsbestand der Karstadt Quelle Versicherungen übernommen. "Es gab niemals negative Reaktionen der Kunden." Die DKV hatte auf ihren Kapitalanlagen zum Fusionsstichtag höhere stille Reserven als die Victoria Kranken. Die DKV musste sich gegenüber der Aufsicht verpflichten, diese Finanzmittel - es geht um einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag - nur den Altkunden der DKV zukommen zu lassen. Die entsprechenden Zuflüsse in die Rückstellungen der Versicherten müssen bis Ende 2013 erfolgen.

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