Kommentar

Der Durchbruch für die Karte?

Von Hauke Gerlof Veröffentlicht: 20.11.2008, 05:00 Uhr

Alle Jahre wieder wird bei der Medizinmesse Medica ein großer Fortschritt bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) verkündet. Und bisher folgte dann ebenso zuverlässig spätestens im Frühjahr die Ernüchterung, dass es weitere Verzögerungen gibt.

Diesmal könnte es anders sein. Bei der Medica sind gestern endlich einmal konkrete finanzielle Summen genannt worden, mit denen Ärzte unterstützt werden, die in Nordrhein Kartenleser für die Praxis und für den Hausbesuch anschaffen. Auch für Krankenhäuser gibt es eine Vereinbarung. In den ersten beiden Quartalen könnte nun die flächendeckende Ausgabe der Karte beginnen.

Ist das jetzt der Durchbruch für die eGK? Sicher ist das noch nicht. Die Widerstände sind nach wie vor groß - und durchaus nicht aus der Luft gegriffen. Es ist zum Beispiel verständlich, wenn Ärzte vermeiden wollen, mit ihrer Praxis-EDV online zu gehen, wenn der Staat gleichzeitig nach der Erlaubnis greift, die Rechner online durchsuchen zu dürfen. Es bleibt außerdem abzuwarten, was aus der Untersuchung über die Kartenalternative USB-Sticks wird.

Wie auch immer: Wer jetzt mit der Karte startet, bleibt vorerst offline. Der Weg zur kompletten Umsetzung der eGK ist noch weit.

Lesen Sie dazu auch: Ärzte erhalten 1020 Euro für die neue Gesundheitskarte

Mehr zum Thema

Telematikinfrastruktur

TI-Störung – gematik bittet Ärzte um Mithilfe

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Raucher: „Entwöhnung kommt oft viel zu spät“

Exklusiv Nikotinsucht

Raucher: „Entwöhnung kommt oft viel zu spät“

COVID-19 und Krebs: völlig neue Fragestellungen

Virtueller ASCO

COVID-19 und Krebs: völlig neue Fragestellungen

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden