Die Finanzkrise touchiert die forschende Pharma-Industrie

FRANKFURT (HL). Mit vorsichtiger Zuversicht blicken die im VFA organisierten 50 forschenden Arzneimittelhersteller in das Jahr 2010. Die weitaus meisten erwarten verhalten steigende Umsätze, aber eine steigende Minderheit prognostiziert für sich Rückgänge.

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Generell gilt: In der Wirtschafts- und Finanzkrise waren und sind die forschenden Pharmafirmen ein "Hort der Stabilität", wie VFA-Chef Dr. Wolfgang Plischke gestern bei der Branchenprognose für 2010 in Frankfurt sagte.

Danach erwarten knapp 60 Prozent der Unternehmen konstante oder steigende Umsätze im kommenden Jahr. Dieser Anteil ist im Vergleich zur 2009-er Prognose leicht gestiegen. 18,8 Prozent rechnen mit mittel bis stark steigenden Erlösen. 21,9 Prozent befürchten Umsatzrückgänge - im Vorjahr waren dies nur 12,5 Prozent der Unternehmen.

Insofern touchiert die Krise zwar auch die Arzneimittelhersteller - Einbrüche wie in anderen Branchen bleiben aber aus. Für die rund 90 000 Mitarbeiter, die im vergangenen Jahr knapp 37 Milliarden Euro Umsatz erwirtschafteten, gibt es keine Kurzarbeit. Auch im kommenden Jahr wird die Beschäftigung alles in allem stabil bleiben: Knapp 41 Prozent der Unternehmen wollen ihr Personal halten, 37,5 Prozent planen eine Verminderung der Arbeitsplätze, aber immerhin 22 Prozent wollen neue Arbeitsplätze schaffen.

Stabilität zeigt sich auch bei den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung: Knapp 55 Prozent der Unternehmen wollen so viel wie dieses Jahr investieren, nur 16,1 Prozent planen Kürzungen. 29 Prozent (2009: 43,8 Prozent) wollen ihre Forschungsausgaben steigern.

Deutlich besser ist die Prognose für die expansive Bio- und Gentechnologie: Kein Unternehmen fährt seine Forschungsaufwendungen zurück, 38 Prozent bleiben auf Expansion, 62 Prozent wollen die Ausgaben konstant halten. Generell scheint der Forschungs- und Produktionsstandort Deutschland, vor allem bei Biotech und Impfstoffen, aufzuholen.

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