Bei Mobbing

Drei Jahre Zeit, Klage einzureichen

Veröffentlicht:

ERFURT. Mobbingopfer am Arbeitsplatz müssen nicht sofort klagen, wenn sie ein Schmerzensgeld erstreiten wollen.

Es gilt die allgemeine Verjährungsfrist von drei Kalenderjahren, urteilte jetzt das Bundesarbeitsgericht (BAG) (Az.: 8 AZR 838/13).

Innerhalb dieses Zeitraums kann der Anspruch nicht wegen bloßer Untätigkeit verwirken.

Der Kläger war nach eigenen Angaben von einem neuen Vorgesetzten gemobbt und dadurch depressiv geworden. Erst nach knapp zwei Jahren klagte er auf Schmerzensgeld.

Das Landesarbeitsgericht Nürnberg meinte, der Arbeitgeber müsse nach so langer Zeit nicht mehr mit einer Klage rechnen. Dem widersprach das BAG. Ein bloßes Zuwarten sei in Mobbingfällen nicht treuwidrig. (mwo)

Mehr zum Thema

Auch BMG stellt klar

Kassenärzten ist nicht erlaubt, auf 3G zu bestehen

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Eher unbegründete Ängste und Unsicherheiten sollten nicht dazu führen, dass notwendige Impfungen bei Kindernoder Erwachsenen unterlassen werden.

© Mareen Fischinger / Westend61 / picture alliance

Kollegenratschlag

So impfen Ärzte bei Dermatosen richtig

Organspendeausweis: Der wird, wie auch eine Patientenverfügung noch viel zu selten genutzt. Nur 38 Prozent der bei der DSO registrierten postmortalen Organspender in diesem Jahr hatten ihre Organspendebereitschaft zu Lebzeiten mündlich oder schriftlich erklärt.

© Petra Steuer / JOKER / picture alliance

DSO-Jahrestagung

Zahl der Organspender stagniert

Bei der Knie-Totalendoprothese gibt es einiges zu beachten, mahnt ein Orthopäde.

© peterschreiber.media / stock.adobe.com

Appell des BVOU

Mehr Zurückhaltung bei der Indikation zu Knieendoprothesen!