Bitkom

E-Card mehr oder weniger gescheitert

Veröffentlicht: 28.10.2019, 16:47 Uhr

Dortmund. Zum Start des Digitalgipfels der Bundesregierung in Dortmund hat Achim Berg, Präsident des Anbieterverbandes Bitkom davor gewarnt, dass Deutschland in eine Außenseiterrolle bei der Digitalisierung geraten könnte. „Deutschland ist die weltweit viertgrößte Volkswirtschaft, aber bei der Digitalisierung spielen wir nicht mehr vorne mit“, sagte Berg der „Rheinischen Post“.

Zur elektronischen Gesundheitskarte sagte Berg, sie sei mehr oder weniger gescheitert. Die Umsätze in der sogenannten ITK-Branche würden dieses Jahr voraussichtlich um 2,4 Prozent auf 653 Milliarden Euro zunehmen. Nach einer aktuellen Studie des European Information Technology Observatory (EITO) prognostizieren viele andere EU-Staaten ein weit höheres IT-Wachstum, zum Beispiel Irland (plus 6,6 Prozent), Finnland (plus 4,1 Prozent) und Schweden (plus 4 Prozent).

Kommt europäische Cloud-Lösung?

Am Dienstag will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) seine Pläne für eine europäische Cloud-Lösung unter dem Namen „Gaia X“ auf dem Digitalgipfel präsentieren. Damit solle eine „leistungs- und wettbewerbsfähige, sichere und vertrauenswürdige Dateninfrastruktur für Europa“ geschaffen werden, heißt es in einem Papier des Wirtschaftsministeriums und der beteiligten Akteure.

An dem Projekt sind unter anderem Anwender und Anbieter aus der öffentlichen Verwaltung, dem Gesundheitswesen und Unternehmen sowie wissenschaftliche Einrichtungen beteiligt. Es sieht die Vernetzung dezentraler Infrastrukturdienste, „insb. Cloud- und Edge-Instanzen, zu einem homogenen, nutzerfreundlichen System vor“, heißt es in dem Papier. Anders als beim Cloud Computing werden Daten beim Edge Computing (Edge = Rand, Kante) dezentral verarbeitet.

Im nächsten Schritt geht es laut Ministerium darum, das Projekt in eine geeignete Rechtsform zu überführen. Diese Organisation werde sich um eine Referenzarchitektur, technische Anforderungen und ein Regelwerk kümmern. „Sie wird der Kern des europäischen Ökosystems sein. Wir streben eine Gründung der Organisation im ersten Halbjahr 2020 an.“(dpa)

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