Bundesarbeitsgericht

Einladung Schwerbehinderter auch bei interner Stellenausschreibung

Werden mehrere gleiche Stellen seitens eines öffentlichen Arbeitgebers ausgeschrieben, reicht ein Gespräch mit einem Schwerbehinderten mit Blick auf alle Angebote aus, so die obersten Arbeitsrichter.

Veröffentlicht:

Erfurt. Auch bei einer internen Stellenausschreibung müssen öffentliche Arbeitgeber schwerbehinderte Stellenbewerber zu einem Vorstellungsgespräch einladen. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt entschieden. Sind mehrere Stellen mit identischem Anforderungsprofil zu vergeben, reicht danach aber eine Einladung aus.

Im Streitfall hatte sich ein Schwerbehinderter auf zwei im Anforderungsprofil identische, intern ausgeschriebene Stellen der Bundesagentur für Arbeit in Berlin und Cottbus beworben. Die Bundesagentur lud ihn zu einem Vorstellungsgespräch in Berlin ein und lehnte dann beide Bewerbungen ab.

Die Klage auf eine Diskriminierungsentschädigung blieb ohne Erfolg. Das BAG bestätigte zwar, dass öffentliche Arbeitgeber auch bei internen Ausschreibungen schwerbehinderte Bewerber einladen müssen. Wenn wie hier mehrere Posten „mit identischem Anforderungsprofil“ zu vergeben sind, reiche aber ein Vorstellungsgespräch aus. (mwo)

Bundesarbeitsgericht, Az.: 8 AZR 75/19

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Junges Forum auf dem DGIM-Kongress

Appell für eine bessere Fehlerkultur

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Nach Aufruf der KV Hessen

Budget-Protest? Wesentliche Leistungen müssen erbracht werden!

Was wird aus den NVL?

ÄZQ wird aufgelöst – Verträge gekündigt

Erstmal ohne Kioske, PVZ, Studienplätze

Lauterbach speckt geplantes Versorgungsgesetz massiv ab

Lesetipps