Direkt zum Inhaltsbereich

Digitalisierung

Einsatz digitaler Überweisungen erweitert

Ab 1. April 2018 haben Ärzte mehr Möglichkeiten, digitale Überweisungen auszustellen.

Veröffentlicht:

BERLIN. Möchte ein Arzt zum Beispiel EKG-Langzeit-Daten von einem Kollegen auswerten lassen, darf er ab 1. April 2018 die Überweisung dafür auch digital ausstellen und versenden. Ebenso ist es ab dem zweiten Quartal erlaubt, Daten für ein geriatrisches Assessment mit dem digitalen Muster 6 an den überweisungsannehmenden Arzt papierlos zu übersenden, wie die KBV mitteilt.

Das digitale Muster 6 darf auch für Überweisungen vom Chirurgen zum Pathologen verwendet werden, nennt die KBV ein weiteres Anwendungsbeispiel. Der Einsatz des digitalen Musters kommt immer dann infrage, wenn beim überweisungsnehmenden Arzt kein Kontakt mit dem Patienten erforderlich ist. Bislang sind per Formular 6 nur digitale Überweisungen zum radiologischen Telekonsil möglich.

Mit Labordaten gestartet

Seit 1. Juli 2017 dürfen Ärzte bereits Laborüberweisungen über das digitale Muster 10 übermitteln. Ebenso darf die Anforderung für Laboruntersuchungen bei Laborgemeinschaften mit dem digitalen Muster 10a papierlos erfolgen.

Auf die Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten digitaler Vordrucke haben sich KBV und GKV-Spitzenverband jetzt geeinigt.

Voraussetzung für die Online-Übermittlung der digitalen Vordrucke Muster 10 und Muster 6 ist unter anderem ein elektronischer Heilberufsausweis (HBA) für eine digitale Signatur. Dieser muss bei den Ärztekammern beantragt werden. Beim digitalen Muster 10a entfällt diese Anforderung. Außerdem ist ein sicherer Übertragungsweg mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in einer sicheren Infrastruktur erforderlich.

Gerade die digitale Übertragung von Laborüberweisungen hat im vorigen Jahr immer mehr Zuspruch gefunden. Große Labore auf der einen und große Praxen auf der anderen Seite profitieren von der schnellen und sicheren Datenübertragung, so Helena Dreznjak, KV Telematik GmbH.

Muster im PVS aktivieren

Praxen, die über KV SafeNet und KV-Connect verfügen sowie Inhaber eines HBA sind, haben die Möglichkeit, die neuen digitalen Anwendungen zu nutzen. Voraussetzung ist, erläutert Dreznjak, dass sowohl die Übersender der digitalen Überweisungen als auch die Empfänger die digitalen Muster in ihren Praxisverwaltungssysteme (PVS) aktiviert haben.

Übrigens gilt: Praxen, die an die Telematik-Infrastruktur (TI) angeschlossen sind, können auch KV-Connect nutzen. Für den Anschluss an die TI erhalten Ärzte einen Praxisausweis (auch SMC-B genannt), der nicht identisch mit dem oben erwähnten HBA ist.

Je mehr Praxen an die TI angeschlossen sind, desto größer wird sicher auch das Interesse an dem Einsatz digitaler Anwendungen sein. Davon ist die KV Telematik GmbH überzeugt. (ato)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

„ÄrzteTag“-Podcast

Die Impfsaison startet: Wie gehen Sie vor, Dr. Fleischhauer?

Das könnte Sie auch interessieren
Logo Digiteneers - Vertidisan

© Digitineers

Digitineers

Bei Schwindel – Vertidisan®: Die Therapie-App

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Cardisio

© Doctolib

Doctolib

Mehr Service: KI-Assistenz rund um die Privatbehandlung

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Esteban Roman Garcia hat einen modernen OP eingerichtet, mit allen erforderlichen Geräten, um effizientes Arbeiten zu ermöglichen.

© privat

Praxismanagement

Arzt und Unternehmer: Chirurg in Ostwestfalen auf Expansionskurs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: dem Finanzdienstleister MLP SE, Wiesloch
Logo vom ÄrzteTag extra der Ärzte Zeitung mit dem Porträt des Podcast-Gesprächspartners Reinhard Pfingsten von der apoBank

© apoBank

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Besser als Atemtherapie?

Supragastrisches Aufstoßen lässt sich mit Gesang vertreiben

Lesetipps
Koloskopie, Blick auf den Monitor

© Issara - stock.adobe.com

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?

Ein Arzt zählt mit den Fingern bis Drei.

© Arnéll Koegelenberg/peopleimages.com/stock.adobe.com

Regionaler Multimorbiditäts-Vergleich

Wo es relativ viele Ü-50-Jährige mit drei oder mehr chronischen Erkrankungen gibt