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Ergo will führender Digitalversicherer werden

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MÜNCHEN. Nach Jahren der Krise will sich die Ergo-Versicherung, zu der auch der PKV-Anbieter DKV gehört, zum führenden Online-Anbieter wandeln. Bis 2020 will das Unternehmen 140 Millionen Euro in neue Software investieren. Das sagte Mark Klein, der Chef des Ergo-Digitalgeschäfts, am Dienstag beim Investorentag des Mutterkonzerns Munich Re. Das Unternehmen rechnet aber nicht damit, dass das Online-Geschäft die traditionellen Vertriebskanäle demnächst ersetzt: Bis zum Jahr 2025 werde voraussichtlich ein Viertel aller neuen Versicherungsverträge online abgeschlossen, sagte Klein. Derzeit beläuft sich der Online-Anteil auf ein knappes Fünftel. "Da ist Wachstum, aber kein außerordentliches", so Klein.

Ergo schrieb 2016 Verluste. Derzeit läuft ein umfassendes Spar- und Sanierungsprogramm, in dessen Rahmen 1800 Stellen abgebaut werden. Seit diesem Jahr schreibt das Unternehmen wieder schwarze Zahlen. Der Mutterkonzern Munich Re hat den Düsseldorfern ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2021 soll Ergo 600 Millionen Euro Gewinn erwirtschaften.

Munich-Re-Vorstandschef Joachim Wenning geht nicht davon aus, dass die digitale Revolution für die Versicherungsbranche eine automatische Vergrößerung ihres Markts bedeutet: "Der Markt ist, was er ist" - und könne größer oder kleiner werden. Der weltgrößte Rückversicherungskonzern soll nach Wennings Vorgabe jedenfalls an der Spitze des digitalen Fortschritts marschieren.(dpa/maw)

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