Berlin

Erster Zyklotron in ambulanter Versorgung

Das Diagnostisch-Therapeutische Zentrum (DTZ) in Berlin hat sein Spektrum nun um einen Zyklotron erweitert. Das Spannende daran: Das DTZ hat Direktverträge mit gleich mehreren Kassen.

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Der Zyklotron "MINItrace 700" Teilchenbeschleuniger.

Der Zyklotron "MINItrace 700" Teilchenbeschleuniger.

© Thomas Wendland, alesco.concepts

BERLIN. Das erste Zyklotron in der ambulanten Versorgung Deutschlands ist gestern in Berlin an den Start gegangen. Der 56 Tonnen schwere selbstabschirmende Teilchenbeschleuniger zur Herstellung von radioaktiv markierten Tumortracern ist unter speziellen Sicherheitsvorkehrungen im Diagnostisch-Therapeutischen Zentrum (DTZ) am Frankfurter Tor eingerichtet worden.

Er soll in Kombination mit den am DTZ bereits vorhandenen Möglichkeiten der Hybridbildgebung eine verbesserte ambulante Diagnostik vieler Tumore ermöglichen. Auch neurologische Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson lassen sich damit früher oder genauer diagnostizieren.

Das DTZ kann mit dem Gerät Tumortracer nach Bedarf selbst herstellen und somit die mitunter schwierigen Beschaffungsbedingungen in der ambulanten Versorgung umgehen und Kosten sparen. "Dadurch, dass das alles bei uns hier im Haus ist, ist das günstig", sagte der Ärztliche Leiter des DTZ Professor Wolfgang Mohnike bei der Vorstellung des neuen Gerätes am Mittwoch.

"Damit haben wir von der Herstellung über die Diagnostik bis zur Therapie die gesamte Versorgungskette im Haus, die dem Patienten zugute kommt", ergänzte der Diplom-Chemiker Bernd Zimontkowski, Leiter der DTZ-Radiochemie.

Die moderne Diagnostik steht Kassenpatienten mit verschiedenen Krebserkrankungen im Rahmen von Direktverträgen des DTZ mit mehreren Krankenkassen zur Verfügung. (ami)

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