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Niedersachsen

Erstes Netz erhält die KV-Förderung

Von der KV anerkannte Netzstrukturen, das soll dem Ärztenetz "genial" nicht nur einen Honorarzuschlag bringen. Die Ärzte hoffen vor allem auf eigene Verträge mit Kassen.

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HANNOVER. Das Ärztenetz "genial-GesundheitsNetz im Altkreis Lingen" in Niedersachsen erhält als erstes Netz im Land die Anerkennung durch die KV Niedersachsen (KVN) nach Paragraf 87b SGB V.

Die Anerkennung ist auch mit mehr Honorar verbunden. "Das Netz erhält Zuschläge in Höhe eines Faktors von 1 bis 1,75 auf das RLV", erklärt Detlef Haffke, Sprecher der KVN, "Voraussetzung ist aber, dass die bezuschussten Leistungen von mehreren Ärzten gemeinsam erbracht wurden."

Viel wichtiger als das zusätzliche Honorar sei ihm die Zertifizierung, sagte indessen Hausarzt und Vorsitzender des Netzes, Dr. Wolfgang Hentrich, zur "Ärzte Zeitung". "Denn jetzt werden wir vertragsfähig für die Krankenkassen. Dies ist schon deshalb nützlich, weil die Kassen nun Kooperationen mit uns im eigenen Haus besser durchsetzen können - wir erfüllen ja alle Kriterien."

So muss das Netz aus mindestens 20 Praxen bestehen ("genial" hat derzeit 52), muss sich aus Hausärzten und mind. drei weiteren Fachgruppen zusammensetzen, Geschäftsführer und Geschäftsstelle haben, seit mindestens drei Jahren bestehen und mit externen Partnern kooperieren.

Ihr Ziel muss sein: Patientenzentrierung, Kooperation und verbesserter Prozesse bei Diagnose und Therapie. "Das Netz erfüllt die Basisvoraussetzungen der Anerkennungsrichtlinie. Die Besonderheit ist die intensive Zusammenarbeit über die Sektorengrenzen hinweg.

Das kommt unmittelbar den Patienten der Region zugute", sagte denn auch KVN-Vorstandsvorsitzender Mark Barjenbruch anlässlich einer Netzversammlung in Lingen. Derzeit liege bei der KVN ein weiterer Antrag auf Förderung vor, so Haffke. Vier weitere Netze in Niedersachsen strebten die Beantragung an. (cben)

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