Versorgungsgesetz II

Gründung fachgleicher MVZ soll weiterhin möglich sein

BMG-Abteilungsleiter Michael Weller versichert, dass eine Rückkehr zu ausschließlich fachübergreifenden MVZ nicht auf der Tagesordnung steht. Über ein Verbot fachgleicher MVZ werde im Ministerium nicht nachgedacht.

Veröffentlicht:
Versorgung bedarfsorientiert gestalten, das sei hier der erste Anspruch, so BMG-Abteilungsleiter Michael Weller bei einer Diskussion am Mittwoch in Berlin. Das schließe gleichwohl nicht aus, auch die Interessen nichtärztlicher Investoren im MVZ-Geschäft zu beschneiden.

Versorgung bedarfsorientiert gestalten, das sei hier der erste Anspruch, so BMG-Abteilungsleiter Michael Weller bei einer Diskussion am Mittwoch in Berlin. Das schließe gleichwohl nicht aus, auch die Interessen nichtärztlicher Investoren im MVZ-Geschäft zu beschneiden.

© Ole Spata / dpa

Berlin. Er habe sich „fest vorgenommen“, so Michael Weller, Leiter der Abteilung Gesundheitsversorgung und Krankenversicherung des Bundesgesundheitsministeriums, in der Diskussion „keine Aussagen dazu zu machen, welche konkreten Vorschläge wir machen werden“. Weller saß mit auf dem Podium einer Veranstaltung des Bundesverbands der Betreiber Medizinischer Versorgungszentren (BBMV) am Mittwoch in Berlin.

Kurz zuvor hatte der Münchener Staatsrechtler Professor Martin Burgi sein Rechtsgutachten zur MVZ-Reform nach den Ideen von Bundesärztekammer und den Gesundheitsministern der Länder vorgestellt. Danach wären etliche der vorgeschlagenen Maßnahmen verfassungs- und europarechtlich unhaltbar.

Lesen sie auch

Weller bekräftigte, es werde eine Regulation ausdrücklich in Richtung investorengetragener MVZ geben, „soweit rechtlich zulässig“. Das Gutachten Burgis stecke in dieser Hinsicht die Grenzen ab.

Dann ließ sich Weller allerdings doch noch einen konkreten Hinweis entlocken: Eine Rückkehr zu ausschließlich fachübergreifend aufgestellten MVZ, wie von der Bundesärztekammer gefordert, werde es nicht geben. Über ein Verbot fachgleicher MVZ werde im Ministerium nicht nachgedacht. Weller wörtlich, „das kommt nicht, das kann ich ausschließen“. (cw)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

© metamorworks / Getty Images / iStock

Krebsmedizin auf neuen Wegen

Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Datenschutz im Praxisalltag

ePA 2026: Schutzlücken bleiben – wie sie im Alltag umschifft werden können

„Unser ältester Patient ist 86!“

Erwachsen mit Mukoviszidose: Versorgung muss sich anpassen

Heimkehrer

Dr. Petrakis’ Weg von Kreta an die Saar – und wieder zurück

Lesetipps
Ein älterer Mann muss stark husten und hält eine Hand auf seine Brust.

© Getty Images

Infektionsmanagement

Keuchhusten: Was bei der Behandlung Erwachsener wichtig ist