Direkt zum Inhaltsbereich

Falsche Dosis: Verletzung der Berufspflicht

MÜNSTER (nös). Verabreicht ein Arzt im Notdienst nicht altersgerecht dosierte Arzneien, verletzt er seine Berufspflichten. Das geht aus einem jüngst veröffentlichten Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Nordrhein-Westfalen hervor (Az. 6t A 2159/08).

Veröffentlicht:

In dem verhandelten Fall ging es um einen niedergelassenen Internisten, der während eines Notdiensteinsatzes einem 10-jährigen Mädchen Metoclopramid (MCP) und Tramadol verabreichte. Da sich der Zustand des Mädchens anschließend verschlechterte, brachten die Eltern es in eine Klinik, wo es wegen des Verdachts auf extrapyramidale Nebenwirkungen behandelt wurde.

In der Verhandlung, die auf eine Beschwerde der Eltern zurückging wiesen zwei Gutachter auf die Kontraindikation von MCP bis zum 14. Lebensjahr hin. Dem schloss sich das Gericht an und belegte den Arzt mit einer Geldbuße von 5500 Euro. Zur Begründung hieß es: "Der Beschuldigte hat … nicht die Regeln der ärztlichen Kunst eingehalten," denn es stehe fest, "dass der Beschuldigte eine dreifach überhöhte Dosis an Paspertin verabreicht" habe.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kombi schlägt Monotherapie

Diese Blutdrucksenker werden am besten vertragen

Einschätzung von Kollegen

Wenn die Telefon-AU wegfällt: Was das für den Praxisalltag bedeutet

Lesetipps
Darstellung eines Menschen mit Bakterien, die um ihn herum schwirren.

© freshidea / stock.adobe.com

Entzündung

Endokarditis-Prophylaxe: Worauf achten und bei wem?