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Klinikum Nürnberg

Falscher Hase in der Dürer-Stadt

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NÜRNBERG. Ein mutmaßlich falscher Arzt hat es am Klinikum Nürnberg bis in den Vorstand gebracht. Allerdings nicht lange, wie die „Nürnberger Nachrichten“ und der Sender „ntv“ berichten. Der Mann soll von Anfang Februar bis Mitte März dieses Jahres als persönlicher Referent des Medizinischen Vorstands tätig gewesen sein. Bei einer Chefarzt-Konferenz soll der 45-Jährige dann mit wichtigtuerischen Behauptungen Verdacht erregt haben.

So habe ihn Bundespräsident Steinmeier zum „Professor der Rechtsmedizin auf Lebenszeit und zum Direktor des Bundeskriminalamtes“ ernannt, heißt es in dem Artikel der „Nürnberger Nachrichten“. Anwesende Ärzte sollen daraufhin in der Deutschen Nationalbibliothek nach der Promotion des neuen Kollegen gesucht haben – ohne sie zu finden. Später habe sich herausgestellt, dass auch die bei seiner Einstellung vorgelegte Approbationsurkunde gefälscht war.

Der Mann sei mit den Vorwürfen konfrontiert worden, habe sie aber nicht glaubwürdig zu entkräften vermocht. Daraufhin habe das Klinikum ihm fristlos gekündigt und Strafanzeige gestellt. Inzwischen ermittele das Betrugsdezernat der Nürnberger Polizei. Auch die Landesärztekammer sowie die Landesprüfungsämter seien über den Fall informiert worden. Laut Klinikchef Professor Achim Jockwig war der Mann während seiner Anstellung nur mit Verwaltungsaufgaben betraut, „ärztlich tätig war er bei uns nicht“. (cw)

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