Carl Zeiss Meditec

Freude an Intraokularlinsen

Chirurgische Ophthalmologie beflügelt das Geschäft des Medizintechnikherstellers Carl Zeiss Meditec.

Von Matthias WallenfelsMatthias Wallenfels Veröffentlicht:

JENA. Der Medizintechnikhersteller Carl Zeiss Meditec AG hat seinen Umsatz in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2012/2013 um 2,9 Prozent auf 649 Millionen Euro (Vorjahr 630,8 Millionen Euro) gesteigert.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich nach Unternehmensangaben in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres von 88,6 Millionen Euro auf 92,5 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr bestätigt das Unternehmen seine Umsatzprognose von 880 bis 910 Millionen Euro.

"Dank unserer stabilen Aufstellung haben wir bei unterschiedlicher Entwicklung in den strategischen Geschäftseinheiten insgesamt wieder ein solides Ergebnis erzielt und sehen uns auf gutem Weg, die Ziele für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen", sagt Dr. Ludwin Monz, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss Meditec AG.

Das Unternehmen rechnet laut Monz mit weiter anhaltendem Wettbewerbsdruck in Teilen der Ophthalmologie und geringeren Wachstumsraten in der Mikrochirurgie, was tendenziell zu einer schwächeren Bruttomarge führen könne.

Unterschiedliche Entwicklungen in den Sparten

In den drei Quartalen war in den drei strategischen Geschäftseinheiten eine unterschiedliche Dynamik zu verzeichnen, so Monz. Nach schwachem Start zum Jahresanfang hätten sich die Ophthalmologischen Systeme wieder behauptet. B

ei weiterhin angespannter Wettbewerbssituation sei ein leichtes Umsatzwachstum von 0,2 Prozent auf 266,8 Millionen Euro (Vorjahr 266,3 Millionen Euro) realisiert worden. Deutlich moderater als im Vorjahr dagegen sei das Wachstum in der Mikrochirurgie ausgefallen und näherte sich an die inzwischen verhaltenere Marktentwicklung an.

Der Umsatz sei um 1,7 Prozent auf 289,5 Millionen Euro (Vorjahr 284,7 Millionen Euro) gestiegen. Profitieren konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben erneut von der anhaltend dynamischen Entwicklung im Geschäft mit Intraokularlinsen.

Der Umsatz in der Chirurgischen Ophthalmologie sei um 16,2 Prozent auf 92,7 Millionen Euro geklettert. Im Vorjahr waren 79,8 Millionen Euro umgesetzt worden.

Innovationen sollen neues Wachstum generieren

"Auch wenn sich die Marktbedingungen nicht einfach gestalten, sehen wir für uns bei der weiteren Entwicklung unseres Geschäfts insgesamt weiterhin gute Perspektiven", sagt Ludwin Monz.

"In den kommenden Quartalen wird es entscheidend darauf ankommen, dass wir mit Innovationen bei den Ophthalmologischen Systemen neues Wachstum generieren, auch bei verhaltener Marktentwicklung die Wachstumspotenziale in der Mikrochirurgie nutzen und die sehr positive Entwicklung der Chirurgischen Ophthalmologie fortführen."

Die nachhaltig angelegten Investitionen in Forschung und Entwicklung, ein sehr bewusstes Kostenmanagement und die regional balancierte Aufstellung des Geschäfts sehe das Unternehmen dabei als gute Grundlage für eine solide Entwicklung über das Geschäftsjahr hinaus, so der Ausblick des Vorstandsvorsitzenden in der Pressemitteilung.

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