Ampel-Pläne zur Gesundheit

Für die ePA soll zukünftig „opt out“ gelten

Von einem Moratorium für die TI – wie vom Ärztetag gefordert – ist im Papier der zukünftigen Ampelkoalition nicht die Rede. Im Gegenteil.

Veröffentlicht:

Der Ärztetag hatte in Sachen Telematikinfrastruktur (TI) angesichts der Probleme bei der Einführung von eAU und E-Rezept erst Anfang November ein Moratorium gefordert. Doch davon kann im Papier der AG Gesundheit nicht die Rede sein. Vielmehr heißt es: „Wir beschleunigen die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) und deren nutzenbringende Anwendung und binden beschleunigt sämtliche Akteure an die Telematikinfrastruktur an.“

Eine echte Kehrtwende könnte es unter der neuen Regierung bei der Verbreitung der ePA geben: „Alle Versicherten bekommen DSGVO-konform eine ePA zur Verfügung gestellt; ihre Nutzung ist freiwillig (opt-out).“ Bisher müssen sich Versicherte aktiv für die ePA entscheiden („opt in“) und dabei auch hohe Hürden überwinden, um eine E-Akte zu bekommen, was unter anderem vom Sachverständigenrat heftig kritisiert wurde.

Auch bei der gematik soll es Veränderungen geben. Sie soll zu einer „digitalen Gesundheitsagentur“ ausgebaut werden. Bei der gematik hatte das BMG unter Jens Spahn (CDU) mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz 2019 die Mehrheit von der Selbstverwaltung übernommen. (ger)
Lesen sie auch
Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die Bundestagsabgeordneten Lars Castellucci (SPD, v.l.), Kirsten Kappert-Gonther (Grüne), Benjamin Strasser (FDP), Ansgar Heveling (CDU) und Kathrin Vogler (Linke) stellen im Haus der Bundespressekonferenz einen Gesetzentwurf zur Suizidbeihilfe vor.

© Wolfgang Kumm/dpa

Fraktionsübergreifend

Neuer Gesetzentwurf zur Sterbehilfe präsentiert

Die Vakzine ComirnatyTextbaustein: Sonderzeichen/war von den Unternehmen BioNTech und Pfizer.

© SvenSimon / Frank Hoermann / picture alliance

Corona-Studien-Splitter

Dritte Corona-Impfdosis essenziell gegen Omikron