Verzinsung

Genossen der apoBank erhalten erstmal keine Dividende

Die Mitglieder der Deutschen Apotheker- und Ärztebank werden sich gedulden müssen: Eine Gewinnausschüttung für 2019 gibt es frühestens zur Mitte kommenden Jahres.

Veröffentlicht: 24.09.2020, 16:06 Uhr

Düsseldorf. Die genossenschaftliche Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) wird dieses Jahr keine Dividende zahlen. Zur Begründung heißt es, die Bankenaufsicht der EZB, der die apoBank direkt untersteht, habe mitgeteilt, an ihrer Politik noch bis mindestens 1. Januar 2021 festzuhalten, den Banken Gewinnausschüttungen zu untersagen.

Um dem Wunsch der Europäischen Zentralbank nach Konsolidierung der Eigenmittel angesichts der Corona-Krise Rechnung zu tragen, zugleich aber nicht das stichhaltigste Argument der Mitgliederwerbung ganz aus der Hand geben zu müssen, hatte der Vorstand Anfang April einen Kompromiss vorgeschlagen: Die Dividende sollte auf zwei Prozent je Genossenschaftsanteil halbiert und nicht vor Oktober ausgezahlt werden. Damit wurden zunächst rund 24 Millionen Euro Ausschüttungsvolumen avisiert.

Die Risikovorsorge der EZB macht dem Düsseldorfer Geldhaus nun einen Strich auch durch diese Rechnung. Vollends auf die Beteiligung der Genossen am vorjährigen Unternehmenserfolg verzichten will die apoBank aber auch nicht: Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die Entscheidung über die Dividende 2019 auf die nächste ordentliche Vertreterversammlung im April kommenden Jahres zu verschieben.

Diesen Vorschlag wiederum soll die Vertreterversammlung schriftlich bis 21. Oktober absegnen. Von mehrheitlicher Zustimmung darf ausgegangen werden. (cw)

Mehr zum Thema

Seltene Erkrankungen

Zentrum für Amyloidose an der Charité

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Abstrich der Dritte: Die neue Corona-Testverordnung ermöglicht den Einsatz von Antigen-Schnelltests. Sie können am Point-of-Care, wie etwa an der Münchner Theresienwiese, zu schnelleren Ergebnissen führen.

Besonderheiten und Tücken

Darauf ist bei Corona-Antigen-Schnelltests zu achten

Digitaloffensive in der Medizin. Neue Pläne von Jens Spahn.

Drittes Digitalisierungsgesetz

Hat die eGK schon wieder ausgedient?

Bei Typ-2-Diabetikern war der Konsum von täglich mindestens vier Tassen grünem Tee plus einer Tasse Kaffee mit einem um 58 Prozent verringertem Mortalitätsrisiko verbunden.

Assoziationsstudie

Typ-2-Diabetes: Länger leben durch Kaffee und Tee?