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Früh sensibilisieren

Hausärzte sollen mit Demenzpatienten übers Autofahren sprechen

Hausärzte sollen künftig stärker involviert werden, wenn es um die Frage geht, ob ein Demenzkranker noch Autofahren soll.

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Da im frühen Stadium der Demenz eine Fahreignung durchaus noch bestehen kann, wird Hausärzten empfohlen, im ersten Schritt die Patienten für das Thema zu sensibilisieren.

Da im frühen Stadium der Demenz eine Fahreignung durchaus noch bestehen kann, wird Hausärzten empfohlen, im ersten Schritt die Patienten für das Thema zu sensibilisieren.

© Ron Greer / stock.adobe.com (Symbolbild)

KASSEL/BERLIN. Hausärzte sollen künftig bei der Beratung zum Thema Autofahren mit Demenz eine wichtigere Rolle spielen als bisher.

Das geht aus einer Empfehlung hervor, die am Donnerstag auf einer Tagung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft in Kassel vorgestellt wird.

Für Ärzte und Angehörige sei die Frage, ob sich ein Demenzkranker hinters Steuer setzen kann, eine "sehr konfliktträchtige Situation", sagte Helga Schneider-Schelte von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft im Vorfeld der Tagung. Die neue Empfehlung zeige stufenweise Lösungsmöglichkeiten auf.

"Angehörige von Demenzpatienten fühlen sich bei diesem Thema oft alleingelassen", erklärte Schneider-Schelte. Auf der Suche nach einer Person, die helfen könne, sei man schnell auf den Hausarzt gestoßen.

Empfehlungen ausgearbeitet

Bei einem Forschungsprojekt arbeiteten Mediziner, Juristen und Verkehrsexperten Empfehlungen für Hausärzte aus. Die sehen unter anderem vor, dass möglichst schon vor einer Demenz mit Patienten über das Thema Autofahren im Alter gesprochen wird.

Im Extremfall könne der Arzt sich auch an Behörden wenden, um eine Fahreignung prüfen zu lassen.

Den Autoschlüssel endgültig abzugeben, ist nicht nur für Demenzkranke, sondern auch für viele ältere Menschen ein schwerer Schritt. Ein Fragebogen liefert Hausärzten Anhaltspunkte, ob sie dazu raten sollten. (dpa/ths)

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