Weiterbildungsförderung

Hausärztechef schießt gegen KV Nordrhein

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KÖLN. Der Deutsche Hausärzteverband wirft der KV Nordrhein (KVNo) vor, bei der Förderung von Weiterbildungsstellen in der Allgemeinmedizin auf der Bremse zu stehen.

"Es ist ein verheerendes Signal, wenn dem hausärztlichen Nachwuchs in unterversorgten Regionen wie im größten Bundesland Nordrhein-Westfalen von der KV die Tür vor der Nase zugemacht wird", kritisiert der Verbandschef Ulrich Weigeldt.

Im KVNo-Haushalt für 2014 sind Mittel für 250 Weiterbildungsstellen eingestellt, für 210 Stellen ist das Geld bereits abgerufen. Jetzt hat die KV das Prozedere erst einmal gestoppt. Im November 2013 hatte die Vertreterversammlung einen Antrag von Hausärzten, das Kontingent auf 300 aufzustocken, an den Hauptausschuss verwiesen.

Der wiederum hat das Thema in die VV Ende März zurückgegeben. Der Hintergrund: Nach Schätzungen lässt sich bislang höchstens ein Drittel der geförderten Hausärzte in Nordrhein nieder. Wie viele geförderte Ärzte aus anderen Regionen kommen, ist unklar.

"Die Vertreterversammlung soll eine Grundsatzentscheidung fällen", sagt KVNo-Sprecher Dr. Heiko Schmitz.Die Kritik des Hausärzteverbands weist Schmitz zurück. "Der Vorwurf, die KVNo würde den Hausarztmangel ignorieren, ist eine Frechheit." Die KVNo kümmere sich sehr wohl um das Problem, betont er.

Das Thema Förderung der Weiterbildung erfordere aber offenbar eine gründliche Analyse. Schließlich gehe es um viel Geld. In Nordrhein fördern die KVNo und die Kassen die Beschäftigung eines Arztes in Weiterbildung für Allgemeinmedizin und für Innere und Allgemeinmedizin mit monatlich 3500 Euro. (iss)

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