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Immer mehr Nichtzahler belasten die PKV

88.500 Vollversicherte haben 2010 ihre Beiträge nicht gezahlt. Das geht aus dem Rechenschaftsbericht der PKV hervor.

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KÖLN (iss). Ende November 2010 hatten die privaten Krankenversicherer (PKV) rund 88.500 vollversicherte Kunden im Bestand, die mindestens sechs Monate lang ihre Beiträge nicht gezahlt hatten.

Damit war die Gruppe der Nichtzahler größer als der Nettoneuzugang der Branche in der Vollversicherung. Er lag im vergangenen Jahr bei 84.700 Versicherten. Das geht aus dem "Rechenschaftsbericht der PKV 2010" hervor.

Subventionierung der Nichtzahler zu Lasten der anderen Beitragszahler

"Im Hinblick auf die schon heute große und in Zukunft vermutlich weiter steigende Zahl der Nichtzahler drohen der PKV und ihren Versicherten erhebliche wirtschaftliche Belastungen", heißt es dort.

Versicherten, die ihre Beiträge schuldig bleiben, können die Unternehmen nicht kündigen. Sie müssen weiter die Leistungen der Akutversorgung für sie übernehmen.

"Die Subventionierung dieser Nichtzahler geht stets zu Lasten der anderen Beitragszahler." Denn die Leistungen müssen aus den Beiträgen der anderen Mitglieder beglichen werden.

Beitragseinnahmen 2010 von 33,3 Milliarden Euro

Die 43 Mitglieder des PKV-Verbands verzeichneten 2010 einen Anstieg der Beitragseinnahmen um 5,8 Prozent auf 33,3 Milliarden Euro. Davon stammten 72,4 Prozent aus der Vollversicherung.

Die Versicherungsleistungen inklusive der Schadenregulierungskosten nahmen um 3,8 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro zu. Je Versicherten stiegen die Versicherungsleistungen um 2,5 Prozent. Die Ausgaben für die ambulante Arztbehandlung wuchsen dabei unterdurchschnittlich.

Angesichts der unveränderten Gebührenordnung für Ärzte müsste der Pro-Kopf-Kostenanstieg eigentlich bei Null liegen, argumentiert der PKV-Verband. "Das massive Ausreizen der Ermessensspielräume und Steigerungsfaktoren der GOÄ hat insgesamt zu einem extremen Kostenniveau geführt, doch selbst auf diesem Höchstniveau ist es nochmals zu einer Steigerung um 1,1 Prozent gekommen."

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